Schlesierkreuz für Anneliese Hein
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Anneliese Hein. Bild: hfz
Weiden. Bei der Jahreshauptversammlung des Landesverbandes Bayern der Landsmannschaft Schlesien, Nieder- und Oberschlesien in Treuchtlingen erfuhr Anneliese Hein eine besondere Ehrung: Für ihren seit Jahrzehnten hervorragenden Einsatz in der Ortsgruppe Weiden erhielt sie das Schlesierkreuz. Der bayerische Landes- und stellvertretende Bundesvorsitzende, Christian Kuznik , verlieh der Ehrenvorsitzenden der Ortsgruppe diese hohe Auszeichnung des Bundesverbandes.

Als Vorsitzende geradlinig und bestimmt, dabei immer loyal und herzlich, voller Ideen und einer mit Humor gewürzten Redegewandtheit habe sie neue Ideen anderen schmackhaft machen können und damit über lange Jahre die Zahl der Mitglieder gefestigt, würdigte der Vorsitzende. Ihr Vater, der Landgerichtsdirektor a. D. Kurt Hoffmann aus Hirschberg im Riesengebirge, hatte 1951 den Vorsitz des von schlesischen Eisenbahnern gegründeten Vereins übernommen. Mutter Martha Hoffmann habe sich zeitgleich der zahlenmäßig ungleich stärkeren Frauengruppe angenommen. Nach dem Tod der Eltern führte Anneliese Hein mit ihrem Ehemann Werner diesen Dienst an der alten Heimat fort. 1978 wurde sie Leiterin der Frauengruppe und 1997 - nach dem Tod ihres Mannes - auch Vorsitzende der Weidener Schlesier. Erst 2009 gab sie, inzwischen 85- jährig, die Führung ab.
Für die Arbeit im Ehrenamt war sie bereits 2003 mit der Verdienstmedaille des Ministerpräsidenten geehrt worden. Mit dem Schlesierkreuz erhielt sie nunmehr die höchste Auszeichnung der Landsmannschaft Schlesien. Es sei dies der Dank für das jahrelange Bestreben, das Vermächtnis der alten Heimat zu bewahren und so zu verhindern, dass das Wissen um die einstige reiche deutsche Provinz Schlesien und deren hohe kulturelle Leistungen in Vergessenheit gerät.
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