Sibylle Wagner ans Dirigentenpult
Leute

Sibylle Wagner. Bild: Thilo Beu
Weiden. (ca) Auch am Freitagabend dirigiert Sibylle Wagner wieder. "La Traviata" von Verdi. Das ist eher die Ausnahme: Als Chordirektorin ist sie vor allem für das Einstudieren der großen Werke verantwortlich und arbeitet im Hintergrund. Künftig will sie nun öfter öffentlich ans Dirigentenpult treten. Nach 15 Jahren als Chordirektorin an der Bonner Oper hat die 49-Jährige (geboren in München, aufgewachsen in Weiden) ihren Abschied zum Ende der Spielzeit angekündigt.

Der Bonner "Generalanzeiger" rühmte sie jüngst aus diesem Anlass, in diesen 15 Jahren "das Ensemble zu einem der besten des Landes geformt" zu haben. Auch das Theater Bonn zollt ihr Anerkennung: Sibylle Wagner habe nicht nur mit "großem Erfolg" den Opernchor geleitet, sondern sei ebenso erfolgreich immer wieder als Dirigentin aufgetreten, zuletzt bei der Aufführung der Werke "Jephtha" von Georg Friedrich Händel und eben "La Traviata" von Verdi. In der Saison 2012/13 übernahm sie außerdem in Bonn die Choreinstudierung von Norma, Don Giovanni und "Tristan und Isolde".
Künftig wolle sie gern mehr als Dirigentin arbeiten, kündigte sie dem "Generalanzeiger" an. Seit einigen Jahren nimmt sie bereits während der Sommerpause regelmäßig für die Opera Classica Europa den Taktstock in die Hand. Opern wie Fidelio, Freischütz oder Rigoletto werden dabei in historischen Gemäuern wie Burgen oder Klostern aufgeführt. Sibylle Wagner will auch weiterhin die musikalische Leitung von Veranstaltungen mit der früheren Hannoverschen Landesbischöfin Margot Käßmann übernehmen.

Lebensmittelpunkt soll Bonn bleiben. Die Stadt bezeichnet sie als Glücksfall in familiärer Hinsicht: Als sie 1997 hierher zog, waren die Kinder Isabella und Ferdinand ein und zwei Jahre alt, jetzt sind sie fast volljährig. Dass die beiden ohne ständige Umzüge aufwachsen konnten, sei im Theaterberuf "ganz außergewöhnlich". Deutlich öfter umgezogen ist da schon Ehemann und Vater Jörg Walberer , ebenfalls ursprünglich ein Weidener. Nach seiner Karriere als "Hörzu"-Chefredakteur ging 2006 Walberer beruflich als Manager in der Solarbranche nach Südkorea.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.