Sonja Schuhmacher bleibt skeptisch - Jugendring tritt Bündnis bei
Fracking-Aus nicht für alle Zeiten

Sonja Schuhmacher will nicht jubeln. Zwar hat Bayerns Umweltminister Marcel Huber seine Behörden angewiesen, keine Fracking-Bohrungen zuzulassen, der Sprecherin des regionalen Bündnisses gegen Fracking geht das allerdings noch nicht weit genug: "Wir dürfen nicht darauf vertrauen, dass es kein Fracking gibt, wenn Umweltminister Huber das nicht will", betont sie in einer Presseerklärung. Eine Anweisung an die Bezirksregierungen und die Wasserwirtschaftsämter sei kein Verbot.

Das Problem, auf das die Fracking-Gegner auch schon bei Demonstrationen in Weiden hinwiesen: "Bundesrecht, also Bergrecht, bricht Landesrecht." Und eine Anweisung wie die aktuelle, so Schuhmacher, lasse sich jederzeit wieder zurückziehen. Deshalb fordert das "Bündnis Weidener Becken" ein bundesweites generelles Fracking-Verbot, das im Bergrecht zu verankern sei. Dafür müsse sich Bayern im Bundesrat einsetzen - "wenn es die Regierung ernst meint mit dem Schutz unseres hervorragenden Trinkwassers".

Auch in Anbetracht der geplanten EU-Investitionsschutzabkommen TTIP und CETA werde Ministerpräsident Horst Seehofer wohl kaum Investoren vom Fracking abhalten können, befürchtet die Weidenerin. "Vielmehr drohen der Regierung, sollte sie Fracking verbieten, hohe Schadensersatzforderungen durch Fracking-Konzerne wie Rose Petroleum, ein Unternehmen, das im Weidener Becken bereits eine Lizenz besitzt."

Dem breiten Bündnis beigetreten ist jetzt auch der Stadtjugendring (SJR) Weiden. Im "Interesse junger Menschen und zukünftiger Generationen" lehne er die unkonventionelle Methode der Erdgasgewinnung ab, teilt der Vorstand mit: "Der Jugendring setzt sich für die nachhaltige Nutzung und den sparsamen Verbrauch unserer natürlichen Ressourcen und für den Klimaschutz ein."
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