22.01.2010 - 00:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Sophie-Scholl-Realschule braucht mehr Platz - CSU unterstützt provisorische Lösung Schülerinnen im Container

Wolfgang Pausch war beeindruckt: "Man merkt, dass Sie selbst in der Kommunalpolitik aktiv sind", lobte der Vorsitzende der CSU-Stadtratsfraktion den Plößberger Marktrat, Parteifreund und Rektor der Sophie-Scholl-Realschule, Hans-Günther Spickenreuther. Der hatte zuvor einer Abordnung der CSU-Fraktion die Platzprobleme seiner Schule näher gebracht, gleichzeitig aber auch Lösungsvorschläge unterbreitet - und dabei noch an die schlechte finanzielle Situation der Stadt gedacht.

von Wolfgang Würth Kontakt Profil

Spickenreuther möchte keine kostspieligen Erweiterungsbauten, denn ein Ende des Schülerbooms ist absehbar. "An den Grundschulen gehen die Zahlen zurück. Ich möchte keine teuren Anbauten, die in ein paar Jahren leer stehen", so Spickenreuther. Der Rektor der Mädchenschule würde sich mit einer provisorischen Lösung zufrieden geben. "Bei der Max-Reger-Schule stehen Container, die das Augustinus-Gymnasium derzeit als provisorische Klassenzimmer nutzt", sagte Spickenreuther. Solche Räume würden der Realschule schon weiterhelfen.

Die Stadträte waren von dem Vorschlag schnell überzeugt. "Die Renovierung des ,Augustinus' sollte bis zum nächsten Schuljahr abgeschlossen sein", sagte Pausch. Die Container wären damit frei und könnten vor der Realschule neu aufgebaut werden. Die genauere Planung bliebe der Verwaltung vorbehalten. Pausch versprach, den Vorschlag im Schulbeirat bzw. im Stadtrat einzubringen.

Schülerzahlen ziehen an

Die schnelle Zustimmung der Stadträte konnte Spickenreuther durch seine Argumente erreichen. So verwies er darauf, dass die Zahl von 480 Schülerinnen im Schuljahr 2000/2001 auf derzeit 747 gestiegen sei. Im selben Zeitraum sei die Klassenzahl von 16 auf 27 gewachsen. "Der Anstieg war mit der Einführung der sechsstufigen Realschule verbunden", erläuterte der Rektor. Ein Anstieg sei zwar erwartet worden, allerdings wurde auch immer damit gerechnet, dass die Zahlen schneller wieder sinken.

Dem war jedoch nicht so. So war die Schulverwaltung zum Improvisieren gezwungen. Nach und nach wurden Fach- oder Aufenthaltsräume zu Klassenzimmer umgewandelt. Dies funktionierte eine gewisse Zeit, doch inzwischen sei die Grenze erreicht.

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