Sozialverband VdK stellt sein Dienstleistungsangebot den Mitgliedern dauerhaft zur Verfügung
Selbst die Parteien überflügelt

"Die Beratung für über 8000 Mitglieder steht im Mittelpunkt unserer Arbeit", sagen Josef Rewitzer, Vorsitzender des VdK-Kreisverbands Weiden-Neustadt (links), und Kreisgeschäftsführer Siegmund Bergmann. Bild: sbü

"Wir haben jetzt mehr als 8000 Mitglieder im Kreisverband Weiden-Neustadt", freuen sich Vorsitzender Josef Rewitzer und Geschäftsführer Siegmund Bergmann. "Außerhalb des Sportbereichs sind wir nach dem ADAC und dem Roten Kreuz die mitgliederstärkste Vereinigung in Deutschland. Mit 635 000 Mitgliedern in ganz Bayern liegen wir auch weit vor den Parteien."

Endlos lang sei auch die Liste der wichtigen Dienstleistungen, die der VdK anbietet. Da gibt es zum Beispiel eine Pflegeakademie. Und die vier ehrenamtlichen Sozialrichter ihres Kreisverbands erwähnen Rewitzer und Bergmann mit Stolz. VdK-Kino und -TV, VdK-Zeitung, Reha-Sport, Seniorenerholung und Pflegebegleiter sind weitere Stichworte. Erstmals wird ein ehrenamtlicher Schulbeauftragter zum Thema Inklusion installiert.

Als überparteilicher Sozialverband betreibt der VdK Lobbyarbeit für alle "sozial Schwächeren". "Barrierefreiheit ist seit Jahren für uns ein großes Thema, auch am Weidener Bahnhof", sagt Bergmann. Bei der großen Pflegereform "müssen wir endlich weg von der Minutenzählerei", ergänzt er.

Die jüngste "VdK-Kampagne für bessere Pflege" habe 200 000 Unterschriften für eine Petition an den Bundestag zusammengebracht. Großes Lob bekommt Ulrika Mascher als VdK-Landesvorsitzende und Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland von den Weidenern. Sie genieße bundesweit hohes Ansehen und setze sich mit großem Geschick für alle wichtigen sozialpolitischen Belange ein.

Neuwahlen stehen auf dem Kreisdelegierten-Tag des VdK-Kreisverbands Weiden an. Josef Rewitzer will erneut als Vorsitzender kandidieren. Er wohnt in Pleystein, ist Grenzpolizist im Ruhestand, kennt die Region und die VdK-Ortsverbände. Siegmund Bergmann führt als Kaufmann schon seit 32 Jahren die Geschäfte des Kreisverbands und denkt auch noch lange nicht ans Aufhören. Auch er kennt noch Zeiten "des Verbands der Kriegsbeschädigten und Hinterbliebenen". In den 90er Jahren hätte sich der Verband komplett verändert. "Nur das K ist im Namen geblieben, sonst haben wir als umfassender Sozialverband mit der damaligen Organisation nicht mehr viele Gemeinsamkeiten."

Hintergrund: große Unklarheit bei der Rente

29 Ortsverbände zählt der VdK derzeit in Weiden und im Landkreis Neustadt/WN. Die Fragen und Probleme der Mitglieder sind vielfältig: Renten, Krankenversicherung Berufskrankheiten, Rehabilitation, Pflege, Arbeitslosigkeit und vieles andere gehöre dazu. "Mit Ausnahme der Jugendhilfe müssen wir uns in allen 12 Sozialgesetzbüchern auskennen", sagt Kreisvorsitzender Josef Rewitzer. Doch die meisten Fragen beträfen das Rentenrecht.

"Endlos lange Fragebögen bei Kontenklärung und Antragstellung überfordern viele Menschen", sagt der Kreisvorsitzende. Und die Folgen der letzten Rentenreform seien noch längst nicht ausgestanden, da würde vieles erst von der Rechtsprechung geklärt werden müssen. 4000 bis 4500 Beratungsgespräche in der Geschäftsstelle in Weiden würden in diesem Jahr zusammen kommen, rechnet er vor.
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