Sparda-Bank verschreibt sich privaten Kunden - In schwierigem Umfeld weiter gewachsen
Risiko gehört nicht zum Geschäft

Es geht auch anders. Das beweise die Sparda-Bank seit inzwischen 82 Jahren: Hier zahle der Kunde keine Kontoführungsgebühren. Die Mitarbeiter würden nicht durch Provisionsanreize "geführt". Die Zufriedenheit der Mitglieder stehe vielmehr über allem, betont Vorstandsvorsitzender Georg Thurner bei seiner Bilanzkonferenz in der Regionalbibliothek.

Gerade dieses "Anderssein" sei auch das Erfolgsgeheimnis der genossenschaftlichen Bank, die nur Privatkunden betreue und sich in einem "herausfordernden Marktumfeld mit überaus zufriedenstellenden Ergebnissen" bewege. "In allen wichtigen Bereichen haben wir erfreuliche Resultate erzielt, die das gesunde Bankhaus weiter stärken", bemerkt Vorstandssprecher Thurner.

Wieder dabei sind bei der Pressekonferenz langjährige Mitglieder der Sparda-Bank aus dem Bereich der Filiale Weiden: An Kurt Hosemann und Horst Kudoke überreichen Thurner und Vorstandsmitglied Johannes Lechner die Urkunden für 60-jährige Mitgliedschaft. Die ehemaligen Eisenbahner sind "ihrer Sparda-Bank" immer treu geblieben - "weil man sie schätzt, sich versteht und weiß, mit welcher Art Bank man es zu tun hat".

Zuwächse von jährlich über zehn Prozent verzeichnet die Bank bei den Online-Zugriffen. Übrigens wüssten auch die über 70-Jährigen den Komfort des Internets zu schätzen.

"Wir wackeln nicht"


Gerade in der Bankenkrise zeige sich, ob die Beziehungen zu den Kunden tragfähig seien, sagt Vorstandsmitglied Johannes Lechner. "Unsere Bank ist stark. Wir wackeln nicht. Wir sind in Ostbayern verwurzelt, sind hier für die Menschen da und machen hier unsere Geschäfte." Nicht zuletzt die Eurokrise führe dazu, dass die Sparer einen Realzinsverlust zu ertragen hätten. Deutschland sei für Investoren dennoch interessant. "Wir sind ein sicherer Hafen." Die Sparda-Bank gehe in ihrer Geschäftspolitik keine Risiken ein. "Wir sind nicht Aktionären, sondern nur den Kunden und Mitgliedern verantwortlich." Lechner spricht von einer gesunden Entwicklung: Die Bilanzsumme der Sparda-Bank Ostbayern (von Passau bis Hof) wuchs um 59 Millionen auf 1,935 Milliarden Euro (plus 3,1 Prozent). Das ausgewiesene Eigenkapital stieg um 3,55 Prozent auf 98,5 Millionen Euro, die Kernkapitalquote erhöhte sich weiter auf 14,04 Prozent.

Die Kreditvergabe konzentriert sich vor allem auf die Bau-Finanzierung. "Wir haben die Schwelle von einer Milliarde überschritten und verzeichnen damit ein Wachstum von 7,05 Prozent." Auf der Passivseite konnte die Bank bei den Kundeneinlagen in einem schwierigen Zinsumfeld ebenfalls zulegen, und zwar um 45 Millionen Euro (plus 2,68 Prozent) auf 1,743 Milliarden, das Kreditvolumen wuchs um 67 Millionen Euro auf 1,017 Milliarden Euro.

Obwohl bereits stark in der Region verwurzelt, fand die Sparda 6477 neue Mitglieder (plus 4,56 Prozent). Insgesamt betreut die Sparda, so Lechner, 3,2 Milliarden Euro an Kundengeldern der 94 999 Mitglieder.
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