30.08.2014 - 00:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

SPD-Biergartengespräch im Gasthof "Naber" Mehr aufs Fahrrad setzen

Bei ein, zwei Gläsern Bier unterm schattigen Kastanienbaum entstehen oftmals ganz brauchbare Vorschläge. Anregungen, die SPD-Stadtrat Norbert Freundorfer als Antrag in die Fraktion tragen soll. So wurde Oberbürgermeister Kurt Seggewiß ermuntert, sich für eine durchgängige Fahrradpassage durch die Johannisstraße von der Bahnhofsstraße in die Innenstadt einzusetzen.

Alle Blicke auf den Oberbürgermeister. Kurt Seggewiß warb eindringlich für das Gewerbegebiet Weiden-West IV. Bild: Kunz
von Autor UZProfil

Mit einer solchen Regelung - bisher ist die Johannisstraße auf halber Höhe als Einbahnstraße ausgewiesen - könnte nach Ansicht einer Anwohnerin im Stockerhutgebiet der bisherige Zick-Zack-Radverkehr durch die Max-Reger-Straße gemindert werden. Der OB zu dieser Idee: Der Weidener Osten sei fahrradfreundlicher gestaltet worden. "Warum soll das nicht hier auch gelingen?" Beim Biergartengespräch ging es dem Rathauschef um drei Punkte. Zum einen machte er im Garten der Gaststätte "Naber" deutlich, dass die Allee-Tiefgarage an die WGS, verkauft worden sei. Damit ist ihm "ein großer Stein vom Herzen gefallen". Weil das Problem jetzt aus dem Haushalt genommen worden sei. Das Objekt werde bis Dezember 2015 saniert.

Ein weiterer Punkt war die Stadtgalerie. Das Hertie-Gebäude erwarte im Frühjahr 2015 die Abrissbirne. "Im Frühjahr 2017 wollen wir eröffnen." Dritter Aspekt war das Gewerbegebiet Weiden-West IV. OB Seggewiß appellierte an die Ortsvereine, die Bürger für einen positiven Ratsbeschluss zu mobilisieren. "Es geht um Weidens Zukunft."

Weiteres Thema war die von den Genossen zur Diskussion gebrachte Zweitwohnungssteuer. "CSU und SPD sind einer Meinung." Natürlich müsse erörtert werden, ob sich der zusätzliche Verwaltungsaufwand überhaupt lohne. Ein Anwohner der Ermersrichter Straße wollte wissen, wie das Hoyer-Anwesen Hinter der Bahn künftig genutzt werde. Ihm sei zu Ohren gekommen, dass hier "junge Leute ein Kampfsportzentrum planen". OB Seggewiß: Es liege bisher kein Antrag vor. Überhaupt werde ein Unternehmen nur dann genehmigt, wenn ausreichend Parkplätze vorhanden seien.

Hart ins Gericht ging der OB mit den kleinen Parteien im Stadtrat unter Führung der Bürgerliste. Es sei schwierig für ihn, immer die nötigen Mehrheiten zu finden. Nur allein in der Politik auf "Nein" zu setzen, sei der falsche Weg. "Motzer" kämen bei den Bürgern nicht an. Das habe auch die CSU bei den letzten Kommunalwahlen bitter erfahren müssen.

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