05.09.2014 - 00:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

SpVgg SV empfängt Bayernliga-Remiskönig SV Erlenbach Geduldsprobe und Charaktertest

Fast 300 Kilometer liegen, zumindest von der Entfernung her, zwischen den Fußball-Bayernligisten SpVgg SV Weiden und SV Erlenbach. In der Tabelle haben die Oberpfälzer derzeit neun Zähler Vorsprung auf das Team von Trainer Jürgen Baier, das am Samstag ab 16 Uhr im Sparda-Bank-Stadion am Wasserwerk gastiert.

Christoph Hegenbart ist von seinem Urlaub zurück und steht gegen den SV Erlenbach wieder im Weidener Aufgebot. Bild: Schwarzmeier
von Autor LSTProfil

"Davon dürfen wir uns aber nicht blenden lassen", meint Weidens Coach Christian Stadler. Denn die Unterfranken seien eine "ganz schwer zu spielende Mannschaft".

Knapper Vorjahressieg

Wie schwer und unbequem, das mussten die Schwarz-Blauen bereits in der letzten Saison erfahren. Ende August 2013 gab es zu Hause durch den Treffer von Ralph Egeter in der 47. Minute ein knappes 1:0, im Rückspiel Ende März diesen Jahres kassierte die SpVgg SV durch die Tore von Marius Balles (73.) und Paul Heinrich (76.) eine 0:2-Niederlage. "Erlenbach steht diszipliniert in der Abwehr, schaltet schnell um und besitzt im Spiel nach vorne Qualität", schätzt der SpVgg-SV-Trainer die Stärken des Kontrahenten ein.

"Unser Ziel muss es sein, den Widerstand des SVE zu brechen, was aber alles andere als leicht wird", gibt Stadler seinen Akteuren mit auf dem Weg. Eine Vorgabe, die es gegen die Remis-Könige der Bayernliga umzusetzen gilt. Denn bislang haben die Unterfranken sechs Mal unentschieden, davon vier Mal 2:2, gespielt. Auch am letzten Wochenende gab es im Heimspiel gegen den Spitzenreiter SpVgg Jahn Forchheim dieses Ergebnis. Vor sechs Wochen musste Weidens Oberpfälzer Rivale FC Amberg beim 1:1 auf eigenem Platz erfahren, dass der SVE nicht im Vorbeigehen zu bezwingen ist. Gleiches galt für den Regionalligisten Würzburger Kickers, der am Mittwoch beim 2:0-Pokalerfolg in Erlenbach doch große Mühe hatte. Der Lohn für die bislang guten Auftritte der Mannschaft von Trainer Jürgen Baier ist momentan der neunte Tabellenplatz.

"Fast 300 Kilometer sind alleine schon eine große Herausforderung, die es gilt zu bewältigen", heißt es auf der Erlenbacher Homepage. Dort wird die SpVgg SV als "gerade im heimischen Stadion sehr stark" eingeschätzt. Der SVE kann demnach in Weiden fast auf alle Spieler zurückgreifen.

Als "eine Geduldsprobe und einen Charaktertest" bezeichnet Weidens Trainer Stadler die Partie. "Wir müssen voll konzentriert zu Werke gehen und von Anfang an Gas geben. Der Willen, wer das Spiel mehr gewinnen will, wird entscheidend sein." Als kleinen Vorteil für die Gastgeber sieht er den Pokal-Einsatz der Erlenbacher am Mittwoch an, wogegen seine Elf nach der zweiten normalen Trainingswoche in Folge "ausgeruhter" in dieses Match gehen kann.

Schneider fraglich

Ob der zuletzt an der Leiste verletzte Thomas Schneider wieder mit von der Partie ist, entscheidet sich erst kurzfristig. Sicherlich dabei ist wieder Urlauber Christoph Hegenbart. Für längere Zeit, nämlich wohl vier bis sechs Wochen, fehlen wird Andreas Koppmann. Er laboriert an schwerwiegenden Adduktoren-Problemen, die eine Operation unumgänglich machen.

Übrigens: 15 Minuten nach Spielende findet ab sofort im VIP-Raum im Funktionsgebäude wieder eine öffentliche Pressekonferenz mit beiden Trainern für alle Interessierten statt, die Stadionsprecher Klaus Hartung moderieren wird.

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