13.08.2014 - 00:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

SpVgg SV Weiden: Stadler setzt auf psychologischen Vorteil Endlich in Amberg gewinnen

Duplizität der Ereignisse aus dem Vorjahr? Oder gelingt es der SpVgg SV Weiden endlich, im zweiten Jahr in der Fußball-Bayernliga ein Punktspiel gegen den FC Amberg zu gewinnen? "Gewisse Parallelen zur letzten Saison lassen sich nicht leugnen", sagt Weidens Trainer Christian Stadler vor dem Oberpfalz-Derby am Freitag um 18 Uhr im Stadion am Schanzl. Aber: "Wir sind gereift, der psychologische Vorteil liegt auf unserer Seite."

0:3 und 0:0 endeten aus Sicht der SpVgg SV Weiden die letztjährigen Bayernliga-Vergleiche gegen den FC Amberg. Andreas Wendl (rechts) und Co. wollen nun endlich einen Dreier gegen den Rivalen einfahren. Bild: Schwarzmeier
von Autor LSTProfil

In der Spielzeit 2013/14 trafen die Vilsstädter und die Schwarz-Blauen erstmals am zehnten Spieltag aufeinander, heuer am achten. Wie vor rund zwölf Monaten reist die SpVgg SV am Freitag als Tabellenzweiter zum FC Amberg an. Der Vorsprung der Wasserwerk-Elf beträgt derzeit vier Punkte, 2013/14 waren es lediglich zwei. "Auch damals war Amberg unter Zugzwang, wusste aber mit dem Druck umzugehen und hat sich gegen uns als bessere Einheit präsentiert", blickt Stadler auf 0:3-Pleite zurück. "Der FC hat uns damals die Schneid abgekauft."

Die Vergangenheitsbewältigung ist für den Weidener Coach damit aber abgeschlossen. "Dieses Mal gibt es andere Vorzeichen und andere Faktoren, die für uns sprechen", weiß er. Dazu würden die Ergebnisse des bisherigen Saisonverlaufs gehören und die Art und Weise, wie diese zustande gekommen sind. "Wir sind einen Schritt weiter als vor einem Jahr, während beim FC Amberg aufgrund der vielen Neuzugänge noch nicht alles rund zu laufen scheint", gibt sich Stadler selbstbewusst. Von einer Favoritenrolle, die seinem Team zufällt, will er aber dennoch nichts hören. "Das wird ein Spiel auf Messers Schneide, in dem die Kleinigkeiten den Ausschlag geben werden."

Entscheidend in so einem Match, so der 41-Jährige, seien die Tagesform und wer sich just in diesem Moment besser auf den Gegner einstellen kann. Da sei es dann unterm Strich auch vollkommen egal, dass der FC Amberg von den Namen her besser aufgestellt sei. "Der Druck liegt eher beim FC", mutmaßt Stadler. Eine Äußerung, die laut Ambergs Trainer Timo Rost "so nicht stimmt": Man müsse "die Kirche schon im Dorf lassen", so der FCA-Coach. "Wir haben gerade einmal den achten Spieltag vor uns. Angesichts der Leistungsdichte in der Liga wird keine Mannschaft bis zur Winterpause so durchmarschieren, wie es Bayreuth zuletzt getan hat. Fünf bis sechs Teams werden sich vorne festsetzen. Und dazu gehören auch wir", verspricht Rost.

Dessen Vorgabe fürs Derby ist klar: Man habe nach dem hochdramatischen 2:3 in Forchheim Punkte liegen lassen, die man nun gegen die SpVgg SV Weiden und eine Woche später beim zweiten Derby bei der DJK Ammerthal wieder gutmachen will. "Das sind die schönsten Spiele des Jahres für uns, die wir natürlich gewinnen wollen", erklärt der Amberger Trainer.

Sicherlich eine ganz besondere Partie ist es für die Weidener Spieler, die schon im Trikot des FC Amberg aufgelaufen sind - umgekehrt natürlich auch. Andreas Wendl, Johannes Kohl, Friedrich Lieder und Benjamin Burger sind dies auf Seiten der SpVgg SV, Oliver Gorgiev, Alexander Konjevic, Michael Plänitz, Sven Seitz und Tobias Wiesner beim FC Amberg. Vor allem für Lieder und Burger, die vor der Saison aus Amberg ans Wasserwerk gekommen waren, stuft Stadler das Derby als "Riesenaufgabe" ein. "Ihnen muss klar sein, dass dies keine Belastung für sie ist. Sondern sie können ihren ehemaligen Fans und ihren Freunden zeigen, dass sie bei uns gebraucht werden und sich weiterentwickelt haben."

Mit welcher Taktik er in der Vilsstadt antreten wird, lässt er offen. "Ich bin hin- und hergerissen. Einerseits ist sicherlich die kontrollierte Offensive ein Mittel, andererseits sind wir heuer so stark, dass wir unser Ding durchziehen können", lässt der Coach die Ausrichtung völlig offen. "Vielleicht überrasche ich ja auch mit einer total offensiv ausgerichteten Startformation."

Die SpVgg SV Weiden kann auf alle Fälle ihre Bestbesetzung ins Rennen schicken. Der zuletzt beim 2:0 gegen Haibach fehlende Andreas Wendl steht wieder im Kader. "Wir haben die Qual der Wahl, wobei wir nicht vergessen dürfen, dass zeitgleich unsere zweite Mannschaft in der Bezirksliga anzutreten hat", so Stadler. Da geht es ihm genauso wie Rost, der ebenfalls alle Mann an Bord hat. Auch der an einer Zerrung laborierende Sven Seitz hat grünes Licht gegeben und ist bis Freitag sicherlich komplett schmerzfrei.

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