08.04.2011 - 00:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Staatliches Bauamt stellt Pläne für zeitgemäße Anbindung der Gewerbegebiet West an B 470 vor Verkehrsproblem in fünf Jahren gelöst

Noch rund fünf Jahre "Provisorium", Staus und Ärger am Anschluss der Industriegebiete Weiden-West an die B 470. Das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach und die Tiefbauabteilung der Stadt erarbeiteten fünf Varianten (von 4,6 bis sieben Millionen Euro teuer) und schlugen den Bauausschuss auch gleich ihren Favoriten (4,99 Millionen Euro) vor.

von Josef-Johann Wieder Kontakt Profil

Die Stadträte gaben, gelenkt von Bürgermeister Jens Meyer, schneller als vorgesehen Gas. Sie nahmen die Erläuterungen von Stefan Noll (Staatliches Bauamt Amberg-Sulzbach) nicht nur zur Kenntnis, sondern legten sich durch einen neuen Beschlussvorschlag gleich auf ihre Vorzugsvariante fest.

"Derzeit jämmerlich"

Zugleich gibt es noch eine Reihe von Fragen zu klären: Vorbereitung für eine Ring-Spange (über bisherige Panzerstraßen) ins Gewerbegebiet III, Hochwasserfreilegung Weidingbach und - auf Anregung von Josef Gebhardt und Alois Schinabeck (beide SPD) - ein Gesamtkonzept für die Verkehrsentlastung Neunkirchens sowie die Einmündung der Latscher Straße in die B 470. Grundsätzlich keinen Ausbau an der B 470 wollte nur Dr. Stefan Helgath (Grüne).

"Der Umbau ist überfällig, der derzeitige Zustand jämmerlich", klagte Stefan Rank (Bürgerliste). Er forderte nicht nur eine zweite Zufahrt ins Gewerbegebiet, sondern auch einen Pendlerparkplatz. Noll räumte - bei 18 500 Fahrzeugen in 24 Stunden - eine sehr hohe Verkehrsbelastung mit überproportionalem Schwerlastverkehranteil (14 Prozent) auf der B 470 ein, die überregionale Bedeutung (von der A 93 zur A 9) genieße.
In den fünf Varianten wird jeweils eine höhenfreie Verkehrsführung vorgeschlagen, die eine Brücke und Auffahrtsrampen bedingen. Der Verkehr aus den Gewerbegebieten wird jeweils in einem Kreisverkehr gebündelt, bzw. verteilt. Der Verzicht der Standortverwaltung auf den Erhalt der alten Panzerwaschanlage machte die fünfte Variante möglich.

Der Straßenbauer machte jedoch auch deutlich, dass es keinen weiteren Anschluss des Gewerbegebietes über die B 470 geben werde. "Wir sind gehalten die Anzahl der Anschlüsse auf ein unvermeidbares Maß zu reduzieren." Auf die Kritik der Stadträte Karl-Heinz Schell, Stefan Rank und Josef Melch erläuterte Noll, dass aufgrund der Verkehrsströme ein Kreisverkehr auf der B470 nur die Note F ("eine glatte Sechs") erhalte und damit ausscheide.

In der Variante 5 entdeckte Alois Lukas "einen gewissen Charme", wenngleich er "riesige Rampen" entstehen sieht.

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