25.08.2014 - 00:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Stadt erläutert Notwendigkeit des Bürgerentscheids über neues Gewerbegebiet - Ferienausschuss Weidener Firmen wollen erweitern

Der Bürgerentscheid über ein neues Gewerbegebiet Weiden-West IV ist für den 9. November vorgesehen. Wie dieser ablaufen soll, wird in der Gemeindeordnung nicht vorgeschrieben. Deshalb wird sich der Ferienausschuss am Mittwoch mit der Frage befassen und die Verfahrensmodalitäten festlegen.

Alles Wald. Blick über das Industrie- und Gewerbegebiet Weiden-West und die Dr.-Müller-Straße (links) auf den östlichen Teil der künftigen Erweiterungsflächen Weiden-West IV. Luftbild: Ascherl
von Volker Klitzing Kontakt Profil

Die Stadträte treffen sich bereits um 9 Uhr im großen Sitzungssaal des Neuen Rathauses. Ihnen wird unter anderem vorgeschlagen, einen Abstimmungsausschuss zu bilden und die Abstimmungsbriefe kostenfrei zu befördern. Als Begründung hierfür wird die deutliche Zunahme der Briefwähler bei den vergangenen Wahlen und das notwendige Zustimmungsquorum von 20 Prozent ins Feld geführt.

Ferner soll ein Zeitplan vom Stichtag für die Anlegung des Bürgerverzeichnisses (5. Oktober, 35. Tag vor der Abstimmung) bis zur offiziellen Bekanntmachung des Ergebnisses (10. November, 16 Uhr, 1. Tag nach der Abstimmung) festgelegt werden.

Mangelnde Erweiterungsmöglichkeiten

Schließlich wird ein Textvorschlag unterbreitet, mit dem den Bürgern Anlass und Ziel des Bürgerbegehrens erläutert werden soll. Darin heißt es unter anderem, dass in den vergangenen Jahren in Weiden Gewerbeflächen zwischen 1 und 28 Hektar nachgefragt wurden. Und zwar nicht nur von auswärtigen Unternehmen, sondern auch von einheimischen Unternehmen, die sich am Standort weiterentwickeln wollen.

Derzeit verfügt die Stadt im Weidener Westen noch über 8 Hektar. Zusammenhängend seien aber nur noch Größen von maximal 2,4 Hektar vorhanden. In dem Schreiben soll darauf hingewiesen werden, dass Weidener Firmen bereits bei der Stadtverwaltung nachgefragt hätten, wann mit dem neuen Gewerbegebiet gerechnet werden könne, da man die Unternehmensentscheidung über einen möglichen Weggang aus Weiden noch bis zu diesem Zeitpunkt abwarten möchte.

Dies zeige, dass die Entwicklung bestehender Unternehmen am Standort Weiden wegen der mangelnden Erweiterungsmöglichkeiten derzeit mehr als schwierig sei. Es bestehe zum Teil die Gefahr der Abwanderung. Und damit sei auch der Verlust von Arbeitsplätzen verbunden.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.