16.01.2004 - 00:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Stadt ringt um Lösung für Flüchtlingskinder Schwierige Hausaufgaben

Nur noch ein Monat. Die Gnadenfrist läuft ab. Am 15. Februar soll sich die Hausaufgabenhilfe für Flüchtlingskinder aus Teilen des Jugendzentrums zurückziehen. Was dann? Die Stadt "arbeitet an dem Problem", versichert Kämmerer Hermann Sattler. Spruchreif sei jedoch noch nichts.

von Ralph Gammanick Kontakt Profil

Zerschlagen hat sich jüngst dem Vernehmen nach die angedachte Lösung, wonach die 80 Kinder teilweise in Containern unterrichtet werden könnten: Eine großzügige Förderung durch die Regierung der Oberpfalz ist nicht möglich, weil das Projekt von "Terre des Hommes" und Arbeitskreis Asyl einige dazu notwendige Auflagen nicht erfüllt. Leiterin Ursula Hess hofft nach wie vor auf ein Arrangement mit dem Stadtjugendring (SJR), macht keinen Hehl daraus, dass sie am liebsten im JuZ bliebe. In einem Brief bat sie den SJR nochmals um ein Gespräch. Irritiert hat Ursula Hess daher, dass Vorsitzender Thomas Renner jetzt in einer Pressemitteilung öffentlich an das "Ultimatum" erinnert (siehe NT vom Mittwoch). "Das macht mich traurig", sagt sie.

Renner verweist in der Erklärung auf eine Vereinbarung mit Hess, wonach die Hausaufgabenhilfe im Februar drei JuZ-Räume (Teestube, Gruppenräume 1 und 2/3) verlassen werde. "Von der Teestube war nie die Rede", entgegnet die Leiterin. "Es ging immer nur um zwei Räume." Zudem sollte die Vereinbarung ihrer Ansicht nach nur für den Fall gelten, dass bis Februar die Container-Lösung verwirklicht sei. Ein Kompromiss, den SJR und Hausaufgabenhilfe beim Treffen in einer CSU-Fraktionssitzung geschlossen hätten. Unter anderen Voraussetzungen, merkt Hess an, hätte sie die Vereinbarung nicht unterschrieben.

Alles halb so wild aber? "Wir suchen nach einem Weg, der den Interessen des Jugendrings ebenso gerecht wird wie denen der Hausaufgabenhilfe", versichert der Stadtkämmerer - ohne ins Detail zu gehen: "Das sind ungelegte Eier. Aber auch nach dem 15. Februar wird Frau Hess ihre Arbeit machen können. Darauf arbeiten wir hin."

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