Stadt stellt bei NT-Baumesse am 18. und 19. Oktober Baulandbörse vor
Baugrund: Wo ist was frei?

Symbolbild: dpa

Weiden richtet eine Baulandbörse ein. Und sie überrascht damit viele Bauwillige, denn die ersten Ergebnisse stellt sie im Herbst den Besucher der Weidener Baumesse vor. Zur Bauausstellung laden das Medienhaus "Der neue Tag", die Stadt Weiden und die Messe AG am 18. und 19. Oktober.

Das Team um Bau- und Planungsdezernent Hansjörg Bohm, Stadtplaner Friedrich Zeiß und seinem Stellvertreter Thomas Papp leistet die umfangreiche Vorarbeit. "Mit Grund und Boden ist sparsam und schonend umzugehen", zitiert Bohm den Grundsatz einer nachhaltigen Stadtentwicklungspolitik.

Die Schlichung von Baulücken gehe vor. Die Ausweisung neuer Baugebieten sei nämlich ebenso schwierig wie kostenintensiv. Eine ständige Aufgabe bleibe, so Bohm, die "Revitalisierung von alten, leeren Industrie- und Gewerbeflächen". Im Weidener Stadtgebiet sind zurzeit mehr als 900 - vermutlich sogar über 1000 - "unbebaute oder mindergenutzte, aber für den Wohnungsbau geeignete Grundstücke vorhanden". Im Rehbühl etwa halten die Eigentümer seit 50 Jahren hochinteressante Flächen in Reserve. "Aber nicht nur dort", betont Bohm. Der Bauausschuss stimmte im Juli der Baulandbörse zu.

Aktuelles Bild

Seit 1994 gibt es zwar inoffiziell ein Baulandkataster. Dessen Daten sind aber nicht aktuell, weil Personal für die Datenpflege fehlte. Durch Vererbung entstanden komplizierte Eigentümergemeinschaften, deren Mitglieder oft unbekannt waren. Baulandbörse und -kataster hingegen müssen ein aktuelles Bild geben.

In diesem Kataster werden zunächst ausschließlich Grundstücke dargestellt, die für eine zeitnahe Bebauung besonders geeignet sind. Dies sind rund 470 Flurstücke, erklärt Stadtplaner Friedrich Zeiß. Die spätere Erfassung aller unbebauten bzw. mindergenutzten Flächen im Stadtgebiet "ist nicht ausgeschlossen".

Die Infobriefe an die Besitzer dieser 470 Flächen sind vorbereitet. Die Stadt fragt die Eigentümer in einem persönlichen Anschreiben, ob sie verkaufsbereit sind und das Planungsamt die Daten des Grundstücks weitergeben darf. Die Basis der Baulandbörse bildet die Veröffentlichung einer Übersicht mit Angaben zur Lage, Größe sowie Bebaubarkeit der jeweiligen Parzellen. Die Eigentümer werden öffentlich nicht genannt. Die Stadt darf zwar keine Maklertätigkeit ausüben. Sie gibt die Daten interessierter Käufer jedoch gerne an den Eigentümer weiter, wenn dieser dies will.

Schnelle Übersicht

"Die Übersicht über die Parzellen soll Bauwilligen als Information dienen sowie für mehr Transparenz auf dem Grundstücksmarkt der Stadt sorgen", erklärt Oberbürgermeister Kurt Seggewiß. "Ich hoffe auf ein reges Interesse an der Baulandbörse, damit wir einen weiteren Beitrag zur Eindämmung des Flächenverbrauchs leisten können."
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