11.02.2005 - 00:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Stephan Winkler aus Pfreimd lebt auf Lombok Das Paradies gefunden

Am liebsten würde man sofort losfahren, um Stephan Winkler "live" zu interviewen. Wenn's nicht so weit wäre. Der Pfreimder ist Hoteldirektor auf der Insel Lombok, einer Nachbarinsel von Bali. Die Bilder muten an wie das Paradies für Sonnenhungrige. Weite Strände, türkisblaues Wasser. Und dazu ein Traumhotel mit einmaliger Pool-Landschaft, fast botanischem Garten, Open-air-Restaurant und natürlich Palmen, jeder Menge Palmen.

Der kleine Marco am Strand: Sein Papa ist Direktor des Sheraton Senggigi Resorts auf der indonesischen Insel Lombok.
von Redaktion OnetzProfil

Gut, für Stephan Winkler ist das nicht immer wie Urlaub. Der Manager des "Sheraton Senggigi Beach Resorts" nimmt seine Arbeit ernst, hat seine ganz eigene Philosophie vom Hotel-Business. Er will für ein "stimmiges Produkt" sorgen.

Zu sauberen Zimmern und aufmerksamen Service gehören dazu in den Tropen eine gute Instandhaltung, autarke Infrastruktur und Sicherheit für den Gast. Man kann sich ausmalen, wieviele Stunden ein Arbeitstag für Stephan Winkler zählt.

Dass ihn das nur bedingt interessiert, ist wohl einer der Gründe, warum der Pfreimder auf der Karriereleiter so stetig nach oben gestiegen ist. 1982 hatte er im Münchener Hotel "Vier Jahreszeiten" mit der Ausbildung zum Hotelfachmann begonnen. Die letzte Station in Bayern - das "Rafael" in München - liegt inzwischen Jahre zurück.

Es folgten Paris, Hamburg, Berlin, Hongkong und Jakarta, wo er seine Frau Anita, eine Indonesierin, kennen lernte. Mit dem Wechsel nach Kairo gelang Winkler dann der Sprung ins internationale Top-Hotelmanagement: ins "Sheraton Heliopolis" mit 600 Zimmern und mehreren Restaurants. Zweieinhalb Jahre lebte die Familie in Kairo und genoss das orientalische Flair der ägyptischen Metropole. Sohn Marco ist in Kario geboren.

Auf Lombok ist Stephan Winkler nun zum ersten Mal eigenverantwortlicher Hoteldirektor in einem Ferienhotel. Für ihn ist das der Höhepunkt seiner Karriere nach 20 Jahren im Hotelfach: "Eine schönere Aufgabe kann ich mir derzeit nicht vorstellen." Die Söhne Roman und Marco werden das ähnlich sehen: Fast täglich spielen die Buben am Strand, unweit der Villa der Familie.

Roman besucht die internationale Schule der Insel. Sonntags erkunden die Winklers mit dem Auto die Umgebung: den Vulkan Rinjani im Norden oder die menschenleeren Strände im Süden. Einkaufsmöglichkeiten gibt es nur wenige. "Aber ein Tauchkurs oder Tennis spielen mit Freunden, umringt von Palmen, entschädigt für vieles. Die wunderbare Flora und Fauna, vor allem unter Wasser, erstaunt uns immer wieder neu."

Der Tsunami am zweiten Weihnachtsfeiertag hat die Insel verschont. Stephan Winkler blieb dennoch nicht tatenlos. Das Hotel beteiligte sich sehr früh an Hilfslieferungen nach Nord-Sumatra, noch bevor die Bilder von den Zuständen in Banda Aceh die Weltöffentlichkeit erreichten.

In seine Heimat hält er engen Kontakt, liest noch immer - trotz der vielen Jahre im Ausland - den "Neuen Tag". "Während meiner Schulzeit habe ich die Zeitung auch ausgetragen, meine Eltern tun das heute noch", schreibt der Pfreimder, dessen Familie davor in Mantel und Weiden wohnte. Groß war die Freude dieses Jahr über den Besuch von Onkel und Eltern auf Lombok. Mitbringsel wie Wurst und Gummibärchen werden zu Köstlichkeiten. "Soweit entfernt, ist der Kontakt mit dem Zuhause wichtig."

Sohn Roman erkundigt sich oft, wann wieder Ferien bei Opa und Oma in Pfreimd anstehen. "Dann sitzen wir auf der Terrasse, die Kinder spielen im Garten. Wir genießen die gute Küche und sind einfach zufrieden. So sieht dann Urlaub für uns aus, in unserer Heimat Oberpfalz."

Weitere Informationen: www.sheraton.com

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