05.09.2014 - 00:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Studenten kommen zum Seminar an Hochschule - Informationen aus erster Hand Besuch aus der Ukraine

Marian Mure, Leiterin des OTH-Sprachenzentrums, hat den Besuch der Studenten aus der Ukraine vorbereitet. Bild: sbü
von Redaktion OnetzProfil

(sbü) Eigentlich geht es darum, die ukrainische Präsidentenwahl in diesem Frühjahr nachzustellen. Aber natürlich wird es auch Informationen über den gewaltsamen Konflikt geben - aktuell und aus nächster Nähe: Zu einem interdisziplinären Seminar treffen sich von Sonntag an deutsche Studenten mit Hochschülern aus der Ukraine in Weiden. Hier, an der Hochschule, werden sie eine Woche lang in einem politischen Planspiel die Präsidentschaftswahl nachstellen.

Veranstalter des Seminars ist Bayhost, das Bayerische Hochschulzentrum für Mittel-, Ost- und Südosteuropa mit Sitz in Regensburg, zusammen mit dem Zentrum für Sprachen, Mittel- und Osteuropa an der OTH Amberg-Weiden. Marian Mure, Leiterin des OTH-Sprachenzentrums, wird die Delegation aus der südwestukrainischen Stadt Tscherniwzi begrüßen. Zusammen mit Serhij Lukanjuk, dem Leiter des Instituts "Zentrum Gedankendach" der Universität Tscherniwzi, kommen zehn ukrainische Studenten zu dem Seminar mit ebenfalls zehn deutschen Studenten. Im Gegenzug sollen dann im Spätherbst die Deutschen zu einer Fachexkursion nach Tscherniwzi aufbrechen.

"Wir wollen mit dem Seminar den Dialog zwischen Deutschland und der Ukraine intensivieren", erklärt Marian Mure. Sie erwarte, dass die Besucher dabei über die schwierige politische Situation in ihrem Heimatland informieren wollen. Aber auch der Inhalt des Seminars an sich sei von höchster Aktualität. In einem Planspiel werden die Teilnehmer den Wahlkampf vom Frühjahr simulieren. Jeder wird in eine vorher definierte Rolle schlüpfen, etwa in die eines Politikers, der Kirchenvertreter aber auch von Interessen- und Verbandsvertretern. Ziel ist laut Mure, "die Reflexion politischer Prozesse und der Aktivitäten ihrer Akteure". Für Mittwoch sind zudem ein "Kulturtag" in Regensburg und ein Empfang bei Regensburgs OB Joachim Wolbergs vorgesehen.

Überwiegend geisteswissenschaftliche Fächer studieren die Besucher aus der Ukraine. Ihre deutschen Kommilitonen studieren dagegen verschiedenste Fächer und kommen von mehreren bayerischen Hochschulen. Zwei Studenten aus Weiden sind ebenfalls dabei. Gefördert wird das Projekt aus Mitteln des Auswärtigen Amtes.

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