28.08.2014 - 00:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

SV Weiden will erstmals teilnehmen, doch es fehlt noch an den finanziellen Mitteln Junioren-Bundesliga auf der Kippe

Der SV Weiden könnte dafür sorgen, dass Bayern kein weißer Fleck bleibt: Im Herbst startet zum dritten Mal die U-17-Bundesliga der Wasserballer und die Oberpfälzer wollen zum ersten Mal dabei sein, wären das einzige Team aus dem Freistaat. Sportlich qualifiziert haben sie sich, aber es fehlen noch ein paar Euro, um das alles zu finanzieren.

von Josef Maier Kontakt Profil

"Der Spielmodus ist identisch mit der Männer-Bundesliga", erzählt Irek Luczak, Wasserballwart des SV. Und damit sind auch die Kosten nahezu identisch. Dennoch setzen die SV-Verantwortlichen alles daran, den Jungs den Traum zu realisieren.

"Wir sehen gerade in diesem Jahrgang sehr viel Potenzial", meint Luczak, der die Jungs bei den Spielen betreuen würde. "Das sind alles sehr gute Typen." Leute wie Matthias Kreiner, Louis Brunner, Tim Neulinger, Alexander Hinz, Cedrik Zupfer, Vladyslav Burchazky, Jonas Ernst, Christian Dietl, Alex Neumann, Nevio und Enzo Bayer oder Alexander Butügin trainieren schon mit der ersten Mannschaft, sie würden aber dort noch keinen Einsatz bekommen. In der Jugend-Bundesliga könnten sie sich sehr gut entwickeln, ist sich der SV-Funktionär sicher. Das Team bekäme auch noch Verstärkung von Felix Glaß, einem talentierten Spieler, der vom SC Chemnitz kommt und ab September in Weiden zur Schule gehen wird. Für Luczak ist nur eines wichtig: "Die Jungs müssen einfach regelmäßig spielen."

Aber ob sie das können? Es fehlen noch mindestens 5000 Euro. Mindestens. Und selbst dann müssten die Eltern die Bundesliga für ihre Kinder mitfinanzieren. Luczak fühlt sich dabei ohnehin nicht wohl: "Ich möchte ungern, dass 17-Jährige für ihre Bundesliga-Beteiligung auch noch zahlen müssen." Gelder sollen auch dadurch für die Bundesliga frei werden, indem der SV seine zweite Mannschaft aus der Oberliga zurückzieht. Eine höhere Beteiligung des Hauptvereins sieht er als sehr kompliziert an: "Nach diesem Sommer ist das sehr schwierig." Die Badegäste strömten nicht gerade üppig ins Schätzlerbad, die Einnahmen dürften sich in Grenzen halten.

Hamburg und Uerdingen

Anfangs war Luczak sehr optimistisch, dass der SV die Teilnahme finanzieren kann. Sponsorengelder flossen. "Aber zuletzt stagnierte das alles." Eigentlich wollte er bis Ende August dem Verband mitteilen, ob die Weidener, die sich als süddeutscher Meister für die Liga qualifiziert haben, auch in die neue Saison gehen. Dort würden dann Klubs wie Uerdingen, Hamburg oder SV Cannstatt warten. Jetzt will Luczak die Entwicklung noch ein paar Tage länger abwarten. Aber dann soll auch schnell eine Entscheidung fallen. "Ich will andere Vereine, die für uns einspringen könnten, nicht hinhalten. Das wäre nicht fair." Auch ein möglicher Nachrücker solle Zeit haben, sich auf die neue Liga vorzubereiten. Noch hofft Luczak aber, dass es gar keinen Nachrücker gibt.

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