"Tag des Ausbildungsplatzes": Viele freie Stellen noch zu besetzen - "Frühzeitig aktiv werden"
Bäcker und Metzger suchen Nachwuchs

Die Chancen, einen Ausbildungsplatz zu bekommen, werden von Jahr zu Jahr besser. "Die Jugendlichen sollten die Vielfalt nutzen und die Möglichkeit ergreifen, sich den Beruf zu suchen, der wirklich zu ihren Stärken passt", ermutigte Thomas Würdinger, Chef der Weidener Arbeitsagentur, junge Leute, frühzeitig aktiv zu werden. Noch immer gebe es zahlreiche Stellen zu besetzen.

Unter dem Motto "Jetzt ausbilden für die Fachkräfte von morgen" informierte die Agentur zum "Tag des Ausbildungsplatzes" über die derzeitigen Aussichten. "Die Zahlen sprechen dafür, dass sich die positiven Entwicklungen am Ausbildungsmarkt auch heuer fortsetzen werden", erklärte Würdinger.

Nachwuchssorgen

Zwischen Oktober und März wurden der Weidener Arbeitsagentur 1467 Lehrstellen gemeldet (Vorjahreszeitraum: 1483). Im selben Zeitraum nutzten 1285 Jugendliche die Berufsberatung bei der Suche nach einer Lehrstelle. Diesen Service beanspruchten ein Jahr zuvor noch über 1360. Obwohl die Auswahl für die Bewerber größer geworden sei, konzentriere sich die Hälfte von ihnen auf zehn Berufe.
Da die Unternehmen um die besten Nachwuchskräfte konkurrieren, sollten sie ihre freien Arbeitsplätze frühzeitig melden und "ihren Blick auch auf schwächere Bewerber richten". Junge Menschen mit Handicap und ältere Ausbildungssuchende sollten nicht vernachlässigt werden.

Besonders fehlt es den Bäckern und Metzgern an Nachwuchs. Auf 100 Ausbildungsplätze kommen 20 Bewerber. "Das ist kein schlechter Beruf. Bei uns kann man sehr gut verdienen", warb Hans Zach, Lehrlingswart der Bäcker-Innung, für sein Handwerk. Positiv sei, dass sich momentan immer mehr Mädchen für den Beruf interessieren. Und Roland Braun, Obermeister der Fleischer-Innung, beklagte das schlechte Image. Daher müssten die Werbemaßnahmen verstärkt werden.

"Dieser Situation muss sich das Handwerk stellen", forderte Würdinger noch mehr Aktivitäten. Dabei verwies er auf eine schon angelaufene Imagekampagne. Und mahnte an: "Es geht aber nicht nur über große Plakate."
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.