18.08.2014 - 00:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Thorsten Otto geht auf (Fernseh-)Sendung

Mit seinem beliebten Talk "Mensch, Otto!" wird Thorsten Otto ab September auch im Fernsehen zu sehen sein. Bild: BR/Julia Müller
von Jutta Porsche Kontakt Profil

Mario Adorf, Iris Berben, Boris Becker und Veronika Ferres: er hat sie alle schon gehabt. Wer ihm noch fehlt sind der Papst, Franz Beckenbauer und Günther Jauch , hat Thorsten Otto selbst einmal gesagt. Mal sehen, vielleicht bekommt er seine Wunschkandidaten ja ab 21. September vor die Kamera. Dann startet der gebürtige Weidener nämlich mit seiner Talk-Show "Mensch, Otto!" im Bayerischen Fernsehen durch.

Seit Oktober 2008 empfängt Thorsten Otto von Montag- bis Freitagabend interessante Menschen in "Mensch, Otto!", das zu den beliebtesten Radio-Talkformaten in Bayern zählt. Wer weiß, vielleicht ist der 50-Jährige, der in Weiden aufgewachsen ist und hier auch sein Abitur gemacht hat, bis zum Start der neuen Fernsehreihe sogar schon preisgekrönt.

Denn Thorsten Otto wurde jetzt - zum zweiten Mal nach 2013 - für den Deutschen Radiopreis nominiert. "Wir hoffen stark, dass es beim zweiten Mal mit der Auszeichnung klappt", erklärt Ulli Wenger, Chef vom Dienst bei Bayern 3. Die Preisverleihung ist am 4. September in Hamburg vorgesehen. Beim Publikum jedenfalls kommt der Talk bestens an. Denn - so Thorsten Otto selbst: "Wir nehmen jeden Gast ernst und mir ist egal, ob das der Kaiser von China oder der Kaiser Franz Beckenbauer ist. Ich habe Respekt vor jedem und ich interessiere mich für die Menschen. Das ist mein Schicksal, ich kann gar nicht anders, als mich zu interessieren." Interessiert an diesen Geschichten sind offensichtlich auch die Zuhörer. Denn ohne die entsprechenden Einschaltquoten hätte es "Mensch, Otto!" wohl kaum ins Fernsehen geschafft. Die gelungene Mischung aus einfühlsamer Gesprächsführung und überraschenden Aspekten kommt an. Gemixt wird das Ganze für die Mattscheibe mit dem Sonntagvormittags-Talk "Stars & Hits", zu dem Thorsten Otto seit 1998 prominente Gäste im Studio empfängt. Selbst Bundeskanzlerin Angela Merkel und der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder saßen bei ihm schon vor dem Mikrofon. Ein umgebautes altes Radiostudio wird als Kulisse für die Fernsehsendung dienen. "Im Stil des Film noir der 60er Jahre, eine intime Spielfilmatmosphäre, perfekt für die Gespräche", meldet der BR.

Ursprünglich hatte Thorsten Otto übrigens ein ganz anderes Berufsziel. Er studierte Jura - wie sein Vater Eberhard Otto, der in Weiden Landgerichtsvizepräsident war -, sprang jedoch nach dem 1. juristischen Staatsexamen ab, nachdem er Leute vom Rundfunk kennengelernt hatte. Die Entscheidung war offenbar richtig. Ab 21. September wird "Mensch, Otto!" ein Mal pro Monat im Bayerischen Fernsehen zu sehen sein.

Nur ein Wunsch des gebürtigen Weideners dürfte selbst da nicht in Erfüllung gehen: "Ich würde gerne noch mal Peter Ustinov interviewen", hat Thorsten Otto einmal verraten. "Aber eine Standleitung in den Himmel haben wir noch nicht."

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