01.09.2014 - 00:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Tierschützerin Junak entsetzt von "Fall Alexandra" - Giftköder in Mooslohgebiet "Strafen für Quälereien zu milde"

von Autor hczProfil

"Was geht in einem solchen Menschen vor?", schreibt Mariele Junak in einer Reaktion zum Fall des Hundewelpen "Alexandra". Die Tierschutzverein-Vorsitzende ist wie viele Bürger erschüttert von Schicksal des kleinen Hündchens, das "wie Müll entsorgt" wurde (wir berichteten). "Sogar die anonyme Abgabe in einer Schachtel im Tierheim, wie schon so oft vorgekommen, wäre noch besser gewesen als diese gemeine Tat", erklärt Junak.

Die Vorsitzende erinnert daneben an zahlreiche andere Fälle von Tierquälerei. Erst in den vergangenen Wochen seien wieder einmal Giftköder im Mooslohgebiet ausgelegt worden, an denen Hunde und Katzen erbärmlich zugrunde gingen, wenn sie davon fressen. Leider seien die Strafen für Tierquälerei viel zu milde, beklagt sie. Oftmals bekomme der Täter lediglich eine Ordnungsstrafe und vielleicht ein Tierhalteverbot. Dessen Einhaltung sei aber meist nicht kontrollierbar.

Häufig fühle man sich im Tierschutzalltag hilflos, schreibt Junak. Wenn Anzeigen beim Tierschutzverein über untragbare Haltungszustände, tagelanges Alleinlassen von Tieren oder Misshandlungen eingingen, könne dieser nur den Amtstierarzt um Überprüfung bitten. Wenn Beweise fehlten oder Mindestanforderungen nicht erfüllt seien, gebe es keine weitere Handlungsmöglichkeit.

Namens des Tierschutzvereins macht Junak aber auch auf viele andere Weisen von Tierquälerei aufmerksam: Tierversuche für kosmetische Zwecke, Massentierhaltung, Tiertransporte quer durch Europa oder Mützen und Jacken aus China, besetzt mit Fellen von Hunden und Katzen.

Nicht zuletzt möchte Junak auf die Worte des Heiligen Franz von Assisi hinweisen, nach dem alle Geschöpfe auf Erden uns gleichgestellte Werke des allmächtigen Schöpfers sind.

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