Trio begeistert bei Sommermatinee - Werke aus Barock und Romantik
Kräftig, herrlich, harmonisch

Am Ende musste eine Zugabe her: So überzeugend war die Sommermatinee von Judith Peter (Sopran, von links), Karin Schönberger (Orgel) und Silvia Schönberger (Alt). Bild: hcz
Werke von Komponisten aus Barock und Romantik in der Josefskirche: Damit begeisterten Judith Peter (Sopran), Silvia Schönberger (Alt) und Karin Schönberger (Orgel) bei der neunten Matinee dieses Sommers die Besucher.

Die Sängerinnen präsentierten kräftige, aber herrlich harmonisierende Stimmen, stets dezent, sich niemals in den Vordergrund drängend. Begleitet von der Eisenbarth-Orgel gefielen sie beim "Ave Maria" von Hans Biedermann, dem "Ave verum" von Wolfgang Amadeus Mozart, bei drei kurzen Sequenzen - Kyrie, Sanctus und Benedictus - von Valentin Rathgeber sowie beim "Gebet" von Ferdinand Hiller.

Besonders reizvoll spielten die Stimmlagen miteinander auch bei Josef Gabriel Rheinbergers "Inclina domine" und "Ave maris stella", während beim "Ave Maria" von Camille Saint-Saens die Orgel die Stimmen spielerisch umtänzelte. Frenetischer Applaus der mehr als 100 Besucher nach der halbstündigen Darbietung - und so gaben die Interpretinnen noch eine Zugabe: "Sull' aria" aus "Figaros Hochzeit" von Mozart.

Wovon der Mensch lebt

Wolfgang Göldner las aus dem Buch Jeremias und aus dem Evangelium nach Matthäus. Sodann trug der Lektor eine Geschichte vor, die von der Begegnung Rainer Maria Rilkes mit einer Bettlerin handelt. Die Frage "Wovon lebt der Mensch?" wird darin ähnlich wie in der Bibel beantwortet: "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein." Die Matinee am kommenden Samstag nach dem Zwölf-Uhr-Läuten in der Josefskirche gestalten Sängerin Hildegard Zoltziar und Holger Popp an der Orgel.
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