22.09.2011 - 00:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Umfassende, moderne Dokumentation - Eröffnung am Wochenende Tachauer Heimatmuseum entstaubt und erweitert

Die meisten Ausstellungsstücke kamen über Jahre zusammen, in der Hoffnung, daraus einmal eine Dokumentation zu erstellen. Das ist jetzt endlich Realität: Mithilfe von Innenarchitekt Peter Rudolf aus Zwiesel und Alexandra Bauer vom Grafikbüro Schneider und Partner wurde das Tachauer Heimatmuseum völlig neu gestaltet. Am Sonntag können sich die Besucher erstmals ein Bild davon machen.

von Autor ANNProfil

Neue Stellwände ermöglichen einen Rundgang durch die Zeit in Tachau und Weiden vor und nach 1945. Mit sogenannten "Guckis" können sich Besucher einen Einblick in Häuser und Landschaften verschaffen. Vorher/nachher-Bilder zeigen Dörfer, die heute nicht mehr existieren. Die Besucher können verschiedene Stationen über Landwirtschaft, Industrie, Volkskultur und Frömmigkeit besichtigen. An Audio-Stationen hören sie die original Tachauer Mundart, Bildschirme präsentieren Fotos und Videos.

Zweite Etage

Die Stadt ermöglichte den Aufbau einer zweiten Etage. Auf der 33 Quadratmeter großen Galerie befindet sich der zweite Teil der Ausstellung: die Zeit der Vertreibung und der Integration in Weiden und Bayern. Mithilfe der Euregio Egrensis ist es auch tschechischen Museumsbesuchern möglich, die Ausstellungsstücke zu identifizieren: Alle Exponate sind zweisprachig beschriftet. So hoffen Sachbearbeiter Dr. Sebastian Schott, Kulturamtsleiterin Petra Vorsatz und Heimatkreisbetreuer Dr. Wolf-Dieter Hamperl auf zahlreiche Gäste nicht nur aus Weiden und Umgebung, sondern auch aus dem Nachbarland. Auch Schulklassen sind gerngesehen in der "Tachauer Stuben".
Dr. Hamperl hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Vergangenheit zu bewahren und für die Nachwelt bestmöglich im Museum zu erhalten. Er bedauert, dass es nur noch Wenige gibt, welche die Vertreibung aus dem Tachauer Kreis noch miterlebt haben. Der Nachwuchs habe kein Interesse an der Traditionspflege.

Bezirkstagsvizepräsident Höher übergab im Namen des Kulturausschusses des Bezirks Oberpfalz dem nichtstaatlichen Heimatmuseum die Spende in Höhe von 10 000 Euro, um die Kulturarbeit zu unterstützen. Ohne solche Hilfen wäre die Neugestaltung des Museums nicht möglich gewesen, betonte Dr. Hamperl

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