Verantwortliche, Spieler und Trainer feiern ausgelassen den Aufstieg der SpVgg SV Weiden
"In der Bayernliga dahoam!"

Mannschaft, Funktionäre und Verantwortliche feierten nach dem Spiel ausgelassen im Funktionsgebäude weiter. Vorsitzender Kurt Haas (mit Mikrofon) lobte das Team. Bild: hfz

"In Weiden zu Hause - in der Bayernliga dahoam!" Zusammen mit "Meister Landesliga Nordost" und "Bayernligaufsteiger 2013" stand dies in großen Buchstaben auf den Aufstiegs-T-Shirts der SpVgg SV Weiden. Die Kleidungsstücke waren am Freitag nach dem 2:2 (1:1) gegen den TSV Nürnberg-Buch bei den Spielern um Trainer Christian Stadler, den Verantwortlichen und den Fans ganz begehrte Utensilien.

90 spannende und packende Minuten bekamen die Zuschauer im Sparda-Bank-Stadion geboten, ehe das Unentschieden gegen die Mittelfranken feststand. Ein Punktgewinn, der der SpVgg SV Weiden zum Titel reichte. Nach der Begegnung gab es logischerweise kein Halten mehr. Sekt- und Bierduschen in der Fankurve und Freudengesänge der Spieler waren angesagt. Zudem ließen die Weidener Akteure ihren Erfolgscoach hochleben.

Nach den ersten Jubelstürmen auf dem Platz folgte die große Sause im VIP-Raum des Funktionsgebäudes, ehe zu späterer Stunde die Kneipen in der Weidener Innenstadt unsicher gemacht wurden. SpVgg-SV-Vorsitzender Kurt Haas zeigte sich nach der Partie, wie alle anderen, überglücklich: "Unsere Mannschaft hat sich über die gesamte Spielzeit hinweg sensationell verkauft - eine absolut glänzende Saison", sagte Haas. Auch wenn das Unentschieden gegen einen couragiert auftretenden TSV Nürnberg-Buch nicht brillant gewesen sei, dürfe man nicht vergessen, dass die Mannschaft mit ihrer Nervosität zu kämpfen gehabt habe. "Ich möchte den Vergleich mit dem FC Bayern München nicht nochmals heranziehen. Aber die Art und Weise, wie unsere Meisterschaft zustande kam, kann man schon ein wenig mit der der Münchner gleichsetzen."
Zweiter SpVgg-SV-Vorsitzender Dietmar Paulus schlug in die gleiche Kerbe: "Wir haben vor der Saison als Ziel die Meisterschaft ausgegeben. Es ist beeindruckend, wie das Team und der Trainerstab dies durchgezogen hat", lobte er. Es sei eine phänomenale Leistung gewesen, die mit dem Titel gekrönt worden sei. Albert Stowasser, der Schatzmeister der SpVgg SV Weiden, sprach von einem mehr als verdienten Bayernliga-Aufstieg. Zwar habe die Lockerheit gegen Nürnberg-Buch etwas gefehlt, aber es sei stark gewesen, wie die Mannschaft den zweimaligen Rückstand weggesteckt habe. "Vor allem die Kameradschaft und der respektvolle Umgang der Akteure untereinander und mit dem Vorstand sind für mich wichtige Gründe für den Titel gewesen. Was die Truppe seit Saisonbeginn Woche für Woche gezeigt hat, hat mich begeistert", sagte Stowasser.

Dem Sportlichen Leiter der Weidener, Thomas Binner, fehlten zunächst die Worte. Erst nachdem er sich von der Sektdusche auf dem Spielfeld getrocknet hatte, meinte er, dass der Aufstieg ein Verdienst des gesamten Vereins sei. "Es hat alles gepasst. Der Charakter der Mannschaft ist unglaublich. Die Jungs sind eine verschworene Gemeinschaft. Sie haben alle an einem Strang gezogen, so dass wir in der neuen Saison endlich wieder in der Bayernliga spielen können. Das ist die Liga, in die die SpVgg SV einfach hineingehört."
Von den Gefühlen überwältigt war auch Trainer Christian Stadler. "Das war der Lohn für eine absolut geile Saison", sagte der 39-Jährige. Dass man so früh Meister werde, könne man nicht planen. Da müsse schon alles optimal laufen. "Das ist es auch. Wir haben die Landesliga Nordost dominiert", resümierte der SpVgg SV-Coach. Ihn begeisterte vor allem der absolute Wille seiner Elf, die es auch in schwierigen Phasen geschafft habe, ruhig zu bleiben und sich gegenseitig zu helfen. "Es hat einfach ein Rädchen ins anderen gegriffen."

Ein Faktor, der auch für Kapitän Peter Schecklmann ausschlaggebend war: "Wir sind ein verschworener Haufen. Jeder hat für jeden gekämpft." Das habe man auch im Spiel gegen Nürnberg-Buch gesehen, als man sich trotz des zweimaligen Rückstands nicht aufgegeben habe. "Wenn man am achtletzten Spieltag Meister wird, hat man schon etwas Besonderes erreicht", so der Spielführer der Weidener.

Mitgefiebert hat auch Stefanie Sperrer, Vorsitzende des Vereins zur Jugendförderung der SpVgg SV Weiden. "Ich freue mich über den Erfolg unserer ersten Mannschaft. Wenn sie erfolgreich spielt, ist das auch ein Ansporn für unsere Jugend."
Klaus Hartung, seit sechs Jahren Stadionsprecher der Weidener und früher Schriftführer der "alten SpVgg", hatte mit seinem Verein schon einige Meisterschaften miterlebt. Aber diese war auch für ihn etwas Einmaliges. "Was das Team geschafft hat, ist schon sensationell. Vor allem, wenn man bedenkt, dass wir in den letzten Jahren zwei Vereinsneugründungen zu bewältigen hatten", sagte Hartung.
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