Vereine

Freude über passendes Lokal

Und wieder ist es der Selbsthilfegruppe des Malteser Hilfsdienstes (MHD) gelungen, mit dem Hotel "Igel" in Baumgarten eine Hotelgaststätte für Rollstuhlfahrer zu finden. Darüber freute sich Gruppenleiter Josef Forster, als er die 24 Senioren dort begrüßte. Nach dem Mittagessen trug Maria Ertl ein paar lustige Geschichten vor. Josef Forster machte die Gruppe mit dem nächsten Unternehmen in St. Johannes bekannt. Wegen des Regens war ein Spaziergang nicht möglich. Alternativ unterhielten sich die Teilnehmer bei Kaffee und Kuchen. Auskunft über die Senioren-Behindertengruppe erteilt Josef Forster täglich ab 18,30 Uhr unter Telefon 0961/33674.

Dem Blattgold auf der Spur

Die erste Monatsfahrt des Jahres führte die Schlesier nach Schwabach, wo sie erfuhren, wie und warum ausgerechnet in dieser mittelfränkischen Stadt seit dem frühen 16. Jahrhundert in schwerer Handarbeit Blattgold hergestellt wird. Und das nach einem Verfahren, das sich seit den Anfängen in Indien und später Ägypten vor 5000 Jahren bis heute kaum geändert hat.
So bietet Schwabach die für das Handwerk wichtige gleichbleibende Luftfeuchtigkeit und den sandigen Boden. Das Museum der Stadt zeigt, wie die Blattgoldherstellung bis vor wenigen Monaten noch ganz ohne Maschinen funktionierte: So werden Goldkörner mit geringen Beimengungen von Kupfer (bewirkt einen rötlichen Ton) oder Platin (das Gold glänzt heller) bei bis zu 1300 Grad Celsius geschmolzen, zu vier Zentimeter breiten Streifen geschmiedet und ausgewalzt. Dieses Goldband wird mehrfach gefaltet, in quadratische Form geschnitten, durch nochmaliges Glühen weich gemacht und dann in Lederformen verpackt mit 5 bis 12,5 Kilogramm schweren Hämmern in schweißtreibender Arbeit geschlagen. So wird es immer breiter und dünner. Die entstehenden Blätter werden solange von Frauen zugeschnitten, umgepackt und von den Goldschlägern weiter geschlagen werden, bis als Resultat ein hauchdünnes Blättchen von 1/10 000 mm Stärke übrig bleibt. Mit Fingern ist es nicht mehr greifbar. Goldbeschneiderinnen legen je 25 Stück per Ebenholzpinzette in spezielle "Seidenpapierbücher", die in alle Welt zu Künstlern und Vergoldern gehen, damit Kunstwerke wie der "Goldene Reiter" in Dresden oder die Kuppeln der Kirchen in Moskau damit vergoldet werden können.
Dem Museumsbesuch schloss sich ein Stadtrundgang an.

Elmar Öster bester Schafkopfer

Das Haus war voll beim Frühjahrspreisschafkopf der Feuerwehr Muglhof. 116 Teilnehmer spielten an 29 Tischen. Vorsitzender Rudi Kreis gab die Spielregeln bekannt. Nach 60 Runden standen die Sieger fest. Den ersten Preis, 150 Euro, gewann Elmar Öster aus Parkstein mit 133 Punkten. Ihm folgten Thomas Michl aus Frauenricht (114), der 100 Euro erhielt, sowie der Weidener Gerhard Schröder, der mit 112 Punkten als Drittplatzierter 50 Euro bekam. An Hubert Gallitzdörfer (33 Punkte) aus Albersrieth ging der Trostpreis: eine Brotzeit plus ein Fünf-Liter-Bierfass.

Großes Hallo für neues Mitglied

Beim Schlesier-Montag begrüßte zweite Vorsitzende Christa Fröhlich ein neues Mitglied und gratulierte den Geburtstagskindern. Das Akkordeon-Duo Margarete Hahn und Barbara Reichl unterhielt mit Spiel und Gesang. Kulturreferent Lothar Fischer gab bekannt, dass die Tagesfahrt am 24. April aus organisatorischen Gründen geändert werden musste. Es geht ins Vogtland. Anmeldung, auch für Nichtmitglieder, unter 0961/44756.
Fischer berichtete von den Breslauer Litfaßsäulen. Für die Breslauer waren an diesen Säulen kostenlose Hinweise auf das Geschehen in der schlesischen Metropole zu finden. Anneliese Hein sprach über dass geplante Projekt "Senioren-Sicherheit - Weiden", das vor einiger Zeit bei einer Zusammenkunft der Leiter von Weidener Senioren-Klubs, im Beisein von OB Kurt Seggewiß , vorgestellt wurde. Mit heiteren und besinnlichen Wortbeiträgen, zum Teil in Mundart, erfreuten Christa Fröhlich, Anna-Maria Dimpl und Eveline Scholz. Nächster Schlesier-Montag ist am 13. Mai im Seltmann-Haus mit Anmeldung zur Fahrt in die Fränkische Schweiz am 21. Mai.

"Der Mensch ist, was er isst"

Unter dem Motto "Der Mensch ist, was er isst" erzählte Renate Lindner aus Floß den Mitgliedern des Evangelischen Frauenbundes von ihren bei einem Seminar in Pappenheim gewonnenen Erkenntnissen.

Zuvor beschrieb sie anschaulich, was es heißt mit nur 100 Euro im Jahr auszukommen. Ohne Bankkonto, Versicherungen, elektrischen Strom, als Analphabet in einer erbärmlichen Baracke bei einer um 25 bis 30 Jahre verkürzten Lebenserwartung das Dasein als Pächter von einem Hektar Ackerland zu fristen. Mehr als eine Milliarde Menschen auf der Erde lebten so, während sieben Prozent der Weltbevölkerung in Europa über ein Viertel der Wertschöpfung der Welt und 50 Prozent der Sozialausgaben verfügten. Aufgabe der Frauenbünde sei es, zu mehr Gerechtigkeit und Toleranz in der Welt beizutragen.
Dazu gehöre auch ein sensiblerer Umgang mit Lebensmitteln. Der Wert der Lebensmittel, den jeder Deutsche pro Jahr entsorge, belaufe sich auf 300 Euro. Erschreckend sei auch, dass die Mehrzahl kein schlechtes Gewissen beim Wegwerfen habe. Als Gründe für die Verschwendung führte die Referentin das missverständliche Haltbarkeitsdatum, das Einkaufen ohne Einkaufsliste, zu große Packungen und den Umstand, dass das Produkt nicht schmeckt an.

Zur Vermeidung von schädlichen Klimagasen durch lange Transportwege empfahl Lindner regional, nachhaltig und saisonal einzukaufen und fair gehandelte Produkte zu bevorzugen. Als ehemaliger Hauswirtschaftslehrerin liege ihr besonders am Herzen, Denkanstöße zum selber Zubereiten, Einkochen und Einwecken von Lebensmitteln zu geben und möglichst auf Fertig- und Halbfertigprodukten zu verzichten. Als Kostprobe verteilte sie gebackene Nervenkekse. Die Zuhörerinnen spendeten lebhaft Beifall.
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