Vorbereitungen zu den 29. Literaturtagen fast abgeschlossen - "Vorverkauf läuft super"
Autoren ohne Starallüren

Bibliothekschefin Sabine Guhl (rechts) und Künstlerin Marthe von der Galerie Recknagel richten die Fotografien von Linda McCartney aus. Mit der Ausstellung "Die Sixties - Porträt einer Ära" öffnen am Donnerstagabend die 29. Weidener Literaturtage die Pforten. Bild: Hartl

Sie sind angekommen in der Max-Reger-Stadt: Jimi Hendrix, Bob Dylan, Mick Jagger und John Lennon geben sich die Ehre. Und auch die stimmgewaltige Aretha Franklin hat es in die Oberpfalz verschlagen. Aber das ist nur eine kleine Auswahl der rund 90 Porträts der Sixties, die ab dem 18. April im Foyer des Neuen Rathauses und im Foyer des Medienhauses "Der neue Tag" zu bestaunen sind. Alle fotografiert von Linda McCartney, der verstorbenen Ehefrau von Ex-Beatle Paul.

Die Vorbereitungen für die 29. Weidener Literaturtage befinden sich momentan auf der Zielgeraden. Am Montag haben Sabine Guhl, Leiterin der Regionalbibliothek, und ihrer Helferinnen die wertvollen Exponate ausgepackt und aufgebaut. Auf den Bildern sind die 60er in Reinform zu sehen: Lippenbärte, lange Haare und dichte Kotletten sind die Markenzeichen der amerikanischen und britischen Musiker.

Die Ausstellung, die am Donnerstag um 20 Uhr eröffnet wird, ist der Auftakt zu den Literaturtagen. Mit den Vorverkauf ist die Chefin der Regionalbibliothek sehr zufrieden: "Es läuft super." Und auch die Autoren bereiten bisher keinerlei Probleme und zeigen keine Starallüren. "Die sind alle sehr pflegeleicht. Da gibt es keine besonderen Wünsche."

Dabei haben fast alle den gleichen Tagesablauf. Meist kommen die Autoren am Tag ihres Auftritts gegen Mittag an. Dann checken sie ins Hotel ein und legen sich zwei bis drei Stunden schlafen. "Das macht fast jeder von ihnen", verrät Guhl. Nach der Aufführung treffen sich die Organisatoren mit dem Autor noch auf einen Absacker und sitzen gemütlich beisammen. "Die wollen auch von der Stadt etwas mitnehmen und zeigen sich sehr interessiert."

Jeder Abend einmalig

Besonders freut sich Guhl auf Klaus Hoffmann. Dieser werde zurecht mit Reinhard Mey verglichen. "Leider ist er bei uns eher noch unbekannt. Aber das wird sich ändern", hofft sie auf zahlreiche Besucher. Auch der Poetry-Slam am 19. April in der Tiefgarage des City-Centers (20 Uhr) hat es ihr angetan. Dieser sei jedes Jahr ein Höhepunkt. "Das macht einfach Spaß, wenn die jungen Leute in die Tiefgarage pilgern."

Bei den Literaturtagen sei für alle Altersgruppen und für jeden Geschmack etwas geboten. Vom Dichterwettstreit bis hin zu Jean-Paul-Abend, die Auswahl ist riesig. "Jeder Abend bietet etwas Einmaliges." Und die Stars bleiben sogar länger: Die Fotografien sind bis 20. Mai zu sehen.

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.weidener-literaturtage.de
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