Waidhauser Weltenbummler berichten vor voller Max-Reger-Halle von ihren Erlebnissen
Ihre Reiselust ist grenzenlos

Diana und Wolfgang Schwarzmeier mit ihren Kindern Gaia und Loan - sowie "Morpheus", dem treuen fahrbaren Untersatz, in dem sie kreuz und quer durch Asien und Osteuropa reisten. Bild: Kunz

Die Grenze ist dem Trio vertraut. Gaia, ihre Mama Diana und Papa Wolfgang Schwarzmeier wohnen in Frankenreuth bei Waidhaus, nur einen Steinwurf von Tschechien entfernt. Dort parkt jetzt im Garten neben dem weißen Haus in der Ortsmitte der hellblaue Mercedes-Kurzhauben-Lkw, den sie "Morpheus" tauften, und ruht sich aus von seiner dreijährigen Reise kreuz und quer durch Osteuropa und Asien.

Gaia war damals sechs Monate alt, als sich Wolfgang und Diana ihren Traum vom Nomadenleben erfüllten. Inzwischen hat sie ein Brüderchen bekommen: Loan. Auch er war dabei, die letzten Kilometer zurück nach Deutschland im Bauch seiner Mutter. Ein kleiner Weltenbummler also, wenn auch unbewusst.

Am Sonntag erzählten die drei in der voll besetzten Max-Reger-Halle von ihren atemberaubenden Erlebnissen "Auf der Straße des Lebens". Wolfgang, der Elektriker, ein Handwerker, wie er im Buche steht, und Diana, die das Schneiderhandwerk gelernt hat. Gemeinsam bewältigte die Familie Hitze, Strapazen und Autopannen und wurde dafür mit unvergesslichen Eindrücken belohnt.

Die Strecke führte zunächst über Griechenland in den Iran. Die Schwarzmeiers hatten sich wohnlich eingerichtet in ihrem stabilen Reisetruck, der für 1000 Tage ihr Zuhause werden sollte. Fast überall wurden sie freundlich, ja herzlich aufgenommen. "Das lag vielleicht daran, dass ich nicht allein, sondern mit Frau und Kind unterwegs war", plauderte Wolfgang, der den Abend live und aufregend kommentierte.
Das Publikum bangte mit, als er von der plötzlichen Erkrankung von Gaia erzählte, das Krankenhaus scheinbar hilflos war und eine Ferndiagnose des Hausarztes Scharlach ergab. Ein hilfsbereiter Arzt im Krankenhaus hatte dann das richtige Medikament. Die Familie lebte mit Tieren auf engstem Raum, kaufte sich unterwegs eine Ziege, baute das Fahrzeuginnere immer wieder alters- und kindgerecht um.

Abends saß man am Lagerfeuer. Gemeinsam mit Mongolen schweißte man auf einer einsamen Wüstenstraße die zerbrochene Blattfeder, die das komplette Hinterrad zur Seite drückte. 5000 Kilometer durch China wurde die Feder später mit einer Schraubenzwinge provisorisch am Leben gehalten. Erst dann kam Ersatz aus Deutschland.

Treffen mit Freunden

Immer wieder trafen die Schwarzmeiers unterwegs Freunde und Bekannte. Auch die Familie reiste von Zeit zu Zeit an. Es ging nach Laos, Thailand, Malaysia, Tibet, Nepal und Indien. Am Ende waren der Tacho um 60 000 Kilometer, die drei Weltenbummler um tausende Erfahrungen reicher. Inzwischen wird an neuen Exkursionen gebastelt. Bestimmt werden Gaia, Loan, Diana und Papa dann wieder erzählen von ihren Abenteuern auf der Straße des Lebens.
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