23.10.2006 - 00:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Wegen Bürgerfest-Tombola vor Amtsgericht Regensburg Prozess gegen Schröpf

von Clemens Fütterer Kontakt Profil

Mit Blick auf den erwarteten Zuhörerandrang wählte das Gericht vorsorglich den etwas größeren Sitzungssaal 103: Wegen des Vorwurfs der Untreue bei der Bürgerfest-Tombola müssen Oberbürgermeister Hans Schröpf und seine Frau Inge ab Mittwoch, 25. Oktober, um 8.30 Uhr vor dem Amtsgericht Regensburg erscheinen. Vorläufig sind drei Verhandlungstage anberaumt.

Fast drei Jahrzehnte "managte" Inge Schröpf die Bürgerfest-Tombola - ohne irgendwelche Beanstandungen. Dann trat der Bayerische Kommunale Prüfungsverband auf den Plan und attestierte "schwergewichtige steuer- und haushaltsrechtliche Verstöße" im Umgang mit Spenden und Spendenbescheinigungen. Die engagierte Inge Schröpf reichte die von ihrem Mann überlassenen Spendenschecks auf ihrem Privatkonto bei der Volksbank ein. Und im Gegenzug stellte die Stadt mit generöser Hand Spendenbescheinigungen aus, bei denen schließlich zwischen dem "Nennwert" und dem "Realwert" erhebliche Differenzen zu Tage traten. Auch behandelte die Stadt Sachzuwendungen wie Geldspenden.

"Ich bin der Überzeugung, dass die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft rechtlich und sachlich nicht haltbar sind", erklärte gegenüber dem NT Rechtsanwalt Michael Lang, der Inge Schröpf vertritt. Der Verteidiger zitiert eine jährliche Anweisung der Stadt, in der von einer Privatinitiative von Inge Schröpf die Rede sei, aber nicht von einer städtischen Veranstaltung.

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