Weiden.
Im Blickpunkt Ägyptische Kunst im Keramikmuseum

Das "besondere Objekt" aus dem Museum Ägyptischer Kunst München steht unter dem Motto "Heißes Eisen - Ein Brandstempel aus dem Hortfund von Sichem-Balata". Die Stempelplatte zeigt das Motiv eines laufenden Königs mit unterägyptischer Krone. Brandstempel hätten Rinder und Pferde erhalten, berichtete Ägyptologin Sonja Focke bei der Vorstellung des bedeutungsvollen Fundstücks im Internationalen Keramikmuseum.

Der Brandstempel stammt aus dem Waffen- und Gerätefund einer Ruinenstätte im modernen Ort Balata im mittelpalästinensischen Bergland, die seit 1903 als der biblische Ort Sichem identifiziert ist. Seine Lage ist strategisch wichtig für das Militär und günstig für den Handel, was einerseits den Aufschwung der Stadt begünstigte, anderseits aber auch mehrfach zu ihrer Zerstörung beitrug.

Der Fund umfasste 16 Objekte: Messer- und Dolchklingen, Speerspitzen, eine Beilklinge, Buckelbleche, ein Kurzschwert und ein kostbar verziertes Krummschwert. Sie wurden in der Nähe einer Gußwerkstatt gefunden, waren also nicht ob ihres wertvollen Materials versteckt worden, sondern bilden eine Art "Altmetallsammlung" zum Einschmelzen. Diese Interpretation wird unterstützt durch einen Gußkuchen aus nahezu reinem Kupfer, der sich unter den Objekten fand.
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