Weidener Wasserballer gewinnen Heimspiel gegen Rhenania Köln mit 10:7
Abstieg kein Thema mehr

Sigi Luczak (links) schwört seine Jungs noch einmal ein. Die Leistung gegen Köln war nicht berauschend, aber der SV hat mit dem zweiten Sieg zumindest die Abstiegsgefahr gebannt. Bild: Büttner

Die Weidener Wasserballer sind gerettet. Mit dem 10:7-Erfolg am Samstag feierte der SV den zweiten Sieg und hat damit die best-of-3-Serie gegen die Rheinländer gewonnen und bleibt in der Bundesliga.

Angesichts der Verfassung und des Niveaus der Gäste aus der Domstadt war das Ergebnis von 10:7 jedoch zu niedrig. Die Oberpfälzer müssen sich schon gewaltig steigern, wenn sie am kommenden Mittwoch in der Zwischenrunde in Potsdam erfolgreich sein wollen. Die erneut in best-of-3 ausgetragene Serie wird am 1.Mai gestartet, am Wochenende findet das Rückspiel (oder die Rückspiele) in Weiden statt. Der Sieger dieser Paarung erreicht das Spiel um Platz 9 und der Verlierer muss sich mit dem Spiel um Platz 11 begnügen.

Deutlich überlegen starteten die Weidener in das Spiel gegen Köln in der Thermenwelt, doch aus der erhofften Demonstration der Stärke wurde nichts. Zwar gingen die Hausherren mit 1:0 durch Kapitän Thomas Aigner per Strafwurf in Führung, sie mussten jedoch kurze Zeit später den 1:1-Ausgleich kassieren. Weiden ging mit seinen Chancen weiter fahrlässig um, so dass der SV nach dem ersten Viertel nur 3:2 führte.

Der zweite Abschnitt war ein Spiegelbild des ersten: Die Gäste hielten im Rahmen ihrer Möglichkeiten mit. Weiden lag zur Halbzeit dann mit 6:4 vorne. Im dritten Viertel konnten sich die Luczak-Schützlinge vorentscheidend absetzen. Der vierte Abschnitt war zum Vergessen: Die Weidener kassierten sieben Zeitstrafen gegen einen harmlosen und stark dezimierten Gegner, der mittlerweile keinen Wechselspieler mehr auf der Ersatzbank hatte und den Ersatztorhüter im Feld einsetzten musste. Der Abschnitt ging mit 2:0 an die Gäste, das gesamte Spiel mit 10:7 an die Hausherren.
Der Sieg war verdient, weil der Gegner einfach noch schlechter war als die Weidener Mannschaft, die soeben die A-Gruppe der Deutschen Wasserball-Liga verlassen musste und kommende Saison in der Hauptrundengruppe B startet. Der Ligaverbleib ist besiegelt, doch dies ist sicherlich nicht der Anspruch der Weidener, die im Herrenbereich seit 12 Jahren stets nach oben marschierten.

Zu denken gibt den Verantwortlichen, dass sich die Mannschaft dem schwachen Niveau der Kölner anpasste. "Ich weiß, dass es in solchen Spielen sehr schwierig ist, die Konzentration hoch zu halten. Aber für die Leistung der Mannschaft soll dies keine Entschuldigung sein. Diese Leistung soll zum Nachdenken anregen", bilanzierte Trainer Sigi Luczak. Der Sieg sei enorm enorm wichtig, doch mit dem Thema "Wie" müsse man sich intensiv beschäftigen. Luczak gab den Spielern am Sonntag trainingsfrei, am Dienstag, einen Tag vor der Partie in Potsdam, will er die Fehler aber noch einmal deutlich ansprechen.

Die Weidener müssen zwar am Mittwoch - zum ersten Mal seit acht Jahren - auf ihren Stammtorhüter Vladimir Srajer verzichten, doch sie versprechen, alles zu tun, um das Spiel um den 9. Platz zu erreichen. Srajer bekam keinen Urlaub von seinem Arbeitgeber, nachdem er schon mehrere Tage mit dem SV und der tschechischen Nationalmannschaft unterwegs war.
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