Weidens Wasserballer nach dem 9:6-Sieg bei den Rheinländern dicht am Klassenerhalt
Befreiungsschlag in Köln

Bei Vladimir Srajer war für die Kölner oft Endstation. Der Torwart hielt die Weidener Wasserballer auf Kurs. Nach dem 9:6-Erfolg fehlt noch ein Sieg für die Mannschaft von Trainer Sigi Luczak, um nicht noch weiter abzusteigen.

Die Wasserballer des Schwimmvereins Weiden mussten eine Woche nach der schmerzhaften Niederlage und dem Abstieg in die B-Gruppe der Deutschen Wasserball-Liga erneut ran. In der Serie "Best-of-3" um die Platzierungsrunden und den direkten Ligaverbleib feierten die Oberpfälzer aber bei der SG Rhenania/Poseidon Köln einen 9:6-Sieg und damit einen Befreiungsschlag.

Die Weidener standen mächtig unter Druck und die Nerven lagen teilweise blank. Jetzt können die Oberpfälzer mit einem Sieg am Samstag oder wenn nötig am Sonntag - jeweils in Weiden - den Sack zumachen und in die Runde um die Plätze 9 bis 12 einziehen.

Das Spiel begann genauso, wie das letzte endete. Die Weidener hatten viele Chancen, die ungenutzt blieben, während der Gegner die erste Möglichkeit zum 1:0 verwandelte und sogar 2:0 in Führung ging. Doch die Mannschaft von Sigi Luczak drehte den Spieß um. Zwei Treffer von Thomas Kick und einer von Andreas Jahn brachte die 3:2-Führung. Nach einem sehr ereignisarmen zweiten Viertel ging es mit 3:4 in die Halbzeit.

Auch im dritten Viertel gelang keiner Mannschaft ein richtiger Durchbruch. Weiden wehrte einige gefährliche Szenen ab, Torwart Vladimir Srajer parierte einen Strafwurf, doch nach vorne passierte zu wenig. Mit einer 5:4-Führung gingen die Weidener in das Schlussviertel. Hier zeigte die Mannschaft von Sigi Luczak die besseren Nerven, überstand die erste Unterzahl und schoss sich mit einem Doppelpack durch Sebastian Rossmann und Stefan Kick zur 7:4-Führung. Die Hausherren versuchten noch einmal alles, doch die Max-Reger-Städter ließen sich nicht beunruhigen und kontrollierten das Spiel gekonnt. Die wenigen Möglichkeiten, die sich die Domstädter erspielten, entschärfte der glänzend aufgelegte Srajer, der mit dem zweiten gehaltenen Strafwurf völlig berechtigt zum "Spieler des Tages" gekürt wurde. Am Ende gewannen die Gäste aus der Oberpfalz verdient mit 9:6 und haben damit gute Voraussetzungen für das zweite Spiel am Samstag in der Weidener Thermenwelt.
Trainer Luczak war sichtlich erleichtert: "Das war ein sehr wichtiger Sieg, der uns jetzt entlasten müsste. Einen Schönheitspreis gibt es dafür nicht, das ist mir klar. Die Anspannung war unseren Jungs deutlich anzumerken."

Der Sieg wurde sogar trotz einiger Ausfälle eingefahren. Thomas Aigner musste seine Spielsperre absitzen, Serkan Dogdu ist verletzt, Thomas Ingel erkrankt und Alex Schäfer mit seiner Jugendmannschaft unterwegs.

SV Weiden: Vladimir Srajer im Tor, Max Hampl, Stefan Kick (1), Michael Trottmann, Thomas Kick (3), Andras Langmar, Hans-Christoph Aigner, Sebastian Rossmann (1), David Milosavljevic, Andreas Jahn (2), Sean Ryder (2) und Jakob Ströll
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