09.03.2018 - 21:40 Uhr
Weiden in der Oberpfalz

2012 waren es 14 Fälle, vier Jahre später 44 Mehr Drogen an Schulen in der Oberpfalz

Die Zahl der Drogendelikte an den Oberpfälzer Schulen ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. 2012 zählte die Polizei 14 Fälle, 2016 waren es 44 Verstöße. Das geht aus einer Antwort des bayerischen Kultusministeriums auf eine Anfrage des SPD-Fraktionsvorsitzenden Markus Rinderspacher hervor. Die meisten Drogendelikte gab es demnach wegen Cannabis (30), gefolgt von sonstigen Betäubungsmittel (10). Zweimal fand die Polizei Metamphetamin (Crystal Meth) an Oberpfälzer Schulen.

von Julian Trager Kontakt Profil

Die Zahlen für ganz Bayern sehen ähnlich aus. Die Drogenfunde an Schulen im Freistaat stiegen seit 2012 von 260 auf 464 Fälle. Bei 73 Prozent aller Verstöße ging es um Cannabis, gefolgt von Amphetaminen und Ecstasy mit 9 Prozent. Bei anderen Drogen nahmen die Delikte ab. So zählte die Polizei 2016 keinen Fall von Heroin oder LSD auf. Rinderspacher sieht keinen Grund zu übertriebener Sorge: "Der Schulhof der Tausend Kiffer und Kokser ist ein Zerrbild, das in der Realität nicht existiert." Trotzdem fordert er die Staatsregierung auf, die Suchtprävention an Schulen zu überarbeiten und an die heutige Situation anzupassen.

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