06.12.2010 - 00:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

54-Jährigem war Trunkenheitsfahrt nicht nachzuweisen: Verfahren eingestellt Trotz 1,33 Promille Lappen zurück

von Autor RNSProfil

Seinen Führerschein, den ihm die Polizei Anfang August abgenommen hatte, bekam er von Richterin Biebl gleich wieder ausgehändigt. Obwohl er 1,33 Promille Alkohol im Blut gehabt hatte. Wie das? Der 54-Jährige gab vor der Strafrichterin an, mit seinem Auto eine Reifenpanne nahe Eschenbach gehabt zu haben. Zuvor habe er bei seiner Tante zwei Flaschen Bier getrunken. Nachdem er, wegen seines Herzleidens, es nicht zustande gebracht habe, den Reifen zu wechseln, habe er im Auto auf Hilfe gewartet. Dabei habe er - "Naturmensch, wie er sei" - mit dem Fernglas Pferde auf einer Koppel beobachtet und dabei einige Biere getrunken. Vier Flaschen hatte die Polizei in seinem Kofferraum gefunden. Trotz einiger Widersprüche in der zeitlichen Abfolge stellte Biebl auf Antrag von Staatsanwalt Wolfgang Höreth und Verteidiger Tobias Konze das Verfahren gegen den Zivilangestellten der US-Armee ein. Dem unbescholtenen Ledigen konnte nicht nachgewiesen werden, dass er unter Alkoholeinfluss gefahren war. Die Kosten trägt die Staatskasse.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.