04.09.2017 - 20:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Albert Rupprecht beim CSU-Biergartengespräch am Postkeller "Ich stehe für die Obergrenze"

Beim Biergartengespräch der CSU Weiden-Ost redet Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht über viele Themen: Europa, Rente, Internet, Steuern und Geflüchtete.

Ein Sparschwein für den Bundestagsabgeordneten. Hans Forster (rechts) dankte Albert Rupprecht für seinen Vortrag im Postkellersaal. Bild: Kunz
von Autor UZProfil

Rupprecht kämpft für das superschnelle Internet. "Wenn wir Industrie 4.0 in der Konsequenz wirklich leben und die führende Nation in der Welt sein wollen, dann funktioniert das nicht mit einer Internetverbindung, deren Übertragung Millisekunden dauert. Dann brauchen wir Echtzeit-Kommunikation." Man sei derzeit noch "in der Steinzeit unterwegs".

Der Regen trieb die geplante Biergartengesellschaft in den Postkellersaal. Geladen hatte Hans Forster, Chef des Ortsvereins Weiden-Ost. Am Ende überreichte er dem Bundestagsabgeordneten ein Sparschwein. Wie der betonte, sei ein geordneter Haushalt die oberste Priorität der Merkel-Regierung. "Mit uns gibt es keine Neuverschuldung. Und ich halte das auch für absolut wichtig." Er wolle auch keine Steuererhöhungen.

Die Forderung der Linksparteien, den Reichen Vermögen wegzunehmen, sei ein Trugschluss. "Wenn du denen ihr Vermögen wegbesteuerst, entziehst du ihnen auch Investitionskraft." Dies sei in einem Land, das in der Welt wettbewerbsfähig bleiben wolle, der falscheste Weg.

Europa sei Deutschlands Stabilitätsanker. Dafür, allein unterwegs sein zu wollen, wie rechte Gruppierungen dies forderten, sei das Land einfach zu klein. "Wir brauchen eine starke, schlanke Europäische Union." Rupprecht hätte es für richtig gehalten, Griechenland "rauszuschmeißen". Man zahle und zahle, was nur kurzzeitig für Luft sorge, aber das Problem nicht löse. "Länder, die sich nicht an die Kriterien halten, gehören nicht in die Gemeinschaft." Rupprecht warnt: "Sonst verkommt der Euro zur Sprengmunition für die gesamte Union."

Millionen Geflüchtete säßen auf gepackten Koffern. Aber: Integration gelinge nur, wenn man gefördert, gleichzeitig aber auch gefordert werde. "Ich stehe für die Obergrenze von 200 000 pro Jahr. Ansonsten gibt es Chaos." Rupprecht sprach auch über Rentenabschläge bei vorzeitigem Ruhestand. Er hielt die immensen Kürzungen wegen ein, zwei Jahren vorzeitiger Rente für nicht verhältnismäßig. 14 Prozent weniger Rente, wie ein Besucher vorrechnete, der nach 48 Berufsjahren anstatt mit 65 mit 63 Jahren in Rente gehen wolle, seien nicht adäquat.

Franz Bäumler dankte Rupprecht im Namen des FC Weiden-Ost. Der Abgeordnete habe sich stark gemacht für den Bau eines Kleinfeldplatzes.

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