Albert Rupprecht sieht keinen inhaltlichen Streit um Rente
In der Sache bei der KAB

"Wir haben uns darüber ausgetauscht und damit ist die Sache für mich auch erledigt." Zitat: Albert Rupprecht über die Diskussion mit der KAB über die Rentenpolitik
Politik
Weiden in der Oberpfalz
31.12.2016
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Albert Rupprecht sieht sich zu Unrecht in Erklärungsnot: Warum er etwas gegen die Mütter-Rente habe. Habe er doch in keinster Weise, betont der CSU-Bundestagsabgeordnete. Er setze sich im Gegenteil weiter für Verbesserungen bei der Mütter-Rente ein. Bei einer Diskussionsrunde mit der Weidener KAB gab es zwar Misstöne um den Stil des Dialogs, in der Sache sei er aber bei der KAB, sagt Rupprecht im Interview - auch wenn das im NT-Bericht so nicht rübergekommen sei.

Herr Rupprecht, wo teilen Sie bei der Rente - jenseits der Stil-Frage - Positionen mit der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung ?

Rupprecht: In der Sache teile ich die Anliegen der KAB. Geärgert hat mich bei der gemeinsamen Veranstaltung nur der Stil eines Briefes. Da wurde in einem Schreiben an Bundestagsabgeordnete zum Beispiel pauschal von Lügen in den vergangenen 40 Jahren gesprochen. Auf meine Frage, ob die Anwesenden meinen, dass ich gelogen hätte, wurde mir geantwortet: Nein, da sei die Politik in den vergangenen Jahrzehnten allgemein gemeint. Lügen kann aber nicht ein ganzes Parlament, sondern immer nur ein einzelner Mensch. Dann muss man Ross und Reiter nennen statt allgemein zu beschimpfen. Aber wir haben uns darüber ausgetauscht, und damit ist die Sache für mich auch erledigt. Wichtiger war, dass die KAB und ich ansonsten seit Jahren in einem guten Austausch sind und in der Sache selbst bei der Rente oft dieselben Anliegen vertreten.

Welche sind das aus Ihrer Sicht?

Die Kindererziehungszeiten müssen stärker anerkannt werden. Altersarmut muss heute und in Zukunft verhindert werden. Heute sind zwar Rentner mit drei Prozent unterdurchschnittlich von Armut betroffen, aber auch drei Prozent Betroffene sind zuviel. In der Nördlichen Oberpfalz sind davon Frauen betroffen, die für die Kinder zu Hause geblieben sind. Aber auch die historisch relativ niedrigen Löhne in der Region sind eine Ursache.

Die Mütter-Rente ist für Sie ...

... die faire und notwendige Anerkennung der Kindererziehungszeit in der Rente, die vor allem Mütter zum Wohle ihrer Kinder aber auch der Gesellschaft erbracht haben. Zudem zeigt sich hier auch, ob wir die Gleichwertigkeit von Kindererziehungszeiten und Erwerbsarbeit ernst nehmen.

Welchen Handlungsbedarf sehen Sie noch bei der Mütter-Rente?

Für die vor 1992 geborenen Kinder haben wir als CSU in dieser Legislatur durchgesetzt, dass in der Rente ein zusätzliches Erziehungsjahr anerkannt wird - also insgesamt jetzt zwei Jahre anerkannt werden. Für die nach 1991 geborenen Kinder werden aber bereits heute drei Erziehungsjahre anerkannt. Es ist notwendig, dass wir auch für die vor 1992 geborenen Kinder drei Erziehungsjahre erreichen. Wir überlegen in der CSU zurzeit, wie wir das durchsetzen.

Wir haben uns darüber ausgetauscht und damit ist die Sache für mich auch erledigt.Albert Rupprecht über die Diskussion mit der KAB über die Rentenpolitik
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