17.01.2017 - 02:10 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

ARD-Magazin Plusminus bestätigt: Klinikum Weiden vorn dabei – Eigene Stabsstelle Bei Hygiene sauber gearbeitet

Gefährliche Keime beherrschen oft die Diskussion über die deutschen Krankenhäuser. Da ist OP-Besteck verunreinigt und Mitarbeiter desinfizieren sich nicht oft genug die Hände. Doch das kann nur passieren, wenn es zu wenig Fachkräfte für Hygiene gibt. Diese könnten die Missstände beheben. Wie im Weidener Klinikum. "Beim Thema Hygiene sind wir sehr gut aufgestellt", erklärt Ärztlicher Direktor Dr. Thomas Egginger. Dies hat jetzt eine Untersuchung des Recherchenetzwerks Correctiv und des ARD-Magazins Plusminus bestätigt.

"Da darf man nicht kleckern, da muss man klotzen." Zitat: Ärztlicher Direktor Dr. Thomas Egginger zum Thema Hygiene
von Volker Klitzing Kontakt Profil

So gab es zum Zeitpunkt der Studie in Weiden 2 Krankenhaushygieniker, 5 Hygienefachkräfte (inzwischen AG-weit 8,5 plus 3 in Ausbildung), 10 hygienebeauftragte Ärzte (22) und 35 hygienebeauftragte Pfleger (75). Um die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts für Krankenhäuser ab 400 Betten zu erfüllen, wäre jeweils nur eine Fachkraft nötig gewesen. Trotzdem hat mehr als jedes vierte Krankenhaus in Deutschland die Vorgaben nicht erfüllt. Das Weidener Haus nimmt für die Hygiene dagegen viel Geld in die Hand. Schon 2013 haben der Ärztliche Direktor und der Pflegebereich eine übergreifende Stabsstelle eingerichtet: Mit 1 Leitenden Hygiene-Ärztin und einere leitenden Hygienefachkraft, dazu 8 weiteren Hygiene-Fachkräften.

Zusammen haben die Kliniken Nordoberpfalz AG und das Amberger Krankenhaus St. Marien mit dem Chefarzt der Mikrobiologie, Dr. Hossain, einen weiteren hochkompetenten Experten in Sachen Krankenhaushygiene eingestellt. Er ist auch Infektionsepidemiologe. Schließlich verweist Egginger auch auf die Verzahnung mit der OTH, wo mit Prof. Clemens Bulitta Hygiene-Projekte entwickelt werden. In diesem sensiblen Bereich ist Aktion besser als Reaktion", so der Ärztliche Direktor.

Auch die anderen Häuser der Kliniken AG haben die Empfehlungen erfüllt. Bis auf Vohenstrauß. Hier wurde inzwischen nachgebessert. Dies gilt auch für St. Marien in Amberg, das bei der Studie durchgefallen ist, weil es 2014 noch keinen hauseigenen Hygieniker gegeben hatte.

Da darf man nicht kleckern, da muss man klotzen.Ärztlicher Direktor Dr. Thomas Egginger zum Thema Hygiene

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