20.03.2018 - 16:48 Uhr
Weiden in der Oberpfalz

Bei Wittgarten-Visionen ist Geduld gefragt Ein Projekt für "Dekaden"

Hans Sperrer kam aus dem Schwärmen nicht mehr heraus: über den Wittgarten-Durchstich, der nach jahrzehntelangem Ringen endlich realisiert werde. Über das Kino, das die Dragomir Stadtplanung in dem Bereich ansiedeln will. Über die geplante Wiederauferstehung des Siechenweihers und weitere Visionen aus dem Wittgarten-Ideenwettbewerb, den Dragomir gewann. "Ich hoffe, dass ich das irgendwann noch erlebe", seufzte der CSU-Mann in der Stadtratssitzung. Er wird viel Geduld brauchen: Bei der Umsetzung rechnet Baudezernent Oliver Seidel, wie er sagte, "in Dekaden".

Die Arbeiten zum Wittgarten-Durchstich laufen auf Hochtouren. Am Karfreitag soll der Tunnel eingesetzt werden. Bild: Schönberger
von Ralph Gammanick Kontakt Profil

Seit Montag ist ein weiterer Schritt hin zum großen Ziel getan. Einstimmig votierte der Stadtrat dafür, das Büro Dragomir mit der Rahmenplanung auf Grundlage des erfolgreichen Wettbewerbbeitrags zu beauftragen. Die Münchner sollen schon die weiteren Arbeiten zum Wittgarten-Durchstich "gestalterisch beraten und begleiten". Als zentrale Aufgabe sieht Gisela Helgath (Grüne) dabei die Verkehrsführung beim Josef-Witt-Platz an: "Das ist das erste, das wir angehen müssen. Alles andere werden wir uns peu à peu leisten."

Seidel bestätigte diese Sicht der Dinge. Auf Nachfrage von SPD-Fraktionschef Roland Richter kündigte er - nach der Ausstellung der Wettbewerbsbeiträge im Februar im Neuen Rathaus - eine weitere Beteiligung der Öffentlichkeit an. So werde es beizeiten eine Bürgerinformationsveranstaltung wie kürzlich zum TB-Sportpark geben. Als "sehr interessant" bezeichnete Richter die Dragomir-Vorschläge. Er wies aber auch auf das Problem von Altlasten auf dem Areal hin. Dies sei bekannt, erwiderte OB Kurt Seggewiß: Dort sei ein Gasometer gestanden. "Die Stadtwerke wissen, dass sie das anpacken müssen." "Gute Einzelideen" auch aus anderen Wettbewerbsbeiträgen würde Karl Bärnklau (Grüne) gerne berücksichtigt wissen.

Stefanie Sperrer (CSU) nutzte die Gelegenheit, um nochmals auf die Außenanlagen des Jugendzentrums aufmerksam zu machen. Seidel hatte im vergangenen Jahr dazu geraten, den Ideenwettbewerb zum Wittgarten abzuwarten. Ob nun Fördertöpfe unter anderem für eine neue Skate-Anlage angezapft werden können? Seidel: "Ich hätte da Zuversicht."

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