21.08.2017 - 20:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Beschwerden über Verkehr vor Kindergarten St. Elisabeth Rote Ampel für Elternwunsch

Wohl dem Stadtteil, der Metzger und Bäcker hat. Noch dazu, wenn beide Parkplätze vor der Haustür anbieten. Kritisch wird es aber, wenn gegenüber der Kindergarten St. Elisabeth liegt und die Rehbühlstraße sich an dieser Stelle zum Nadelöhr verengt. Deshalb fordert ein Vater Abhilfe von der Stadt.

Morgens in der Rehbühlstraße: Vor dem Kindergarten St. Elisabeth zwängen sich Autofahrer zwischen geparkten Wagen durch. Für Fußgänger, vor allem Kinder, ist der Bereich kaum einsehbar. Bild: exb/Gruber
von Friedrich Peterhans Kontakt Profil

Thomas Gruber aus der Schätzlerstraße hat einen Sohn, der demnächst die Rehbühlschule besucht. Von dort aus geht der Junior zu Fuß zurück zum Hort, der im Kindergarten untergebracht ist. Dabei muss er die Rehbühlstraße überqueren - zwischen parkenden Autos, Bussen und Lieferwagen ist der Abschnitt um die beiden Geschäfte schlecht einsehbar.

"Da kommt es regelmäßig zu brenzligen Situationen", hat Gruber beobachtet. Ganz schlimm sei es morgens zwischen 8 und 8.30 Uhr. Dann herrsche an der Metzgerei Braun und der Bäckerei Retzer Hochbetrieb, Eltern bringen ihre Kinder in die Kita, Linienbusse fahren, und Anlieger stürzen sich mit ihren Autos in den Berufsverkehr. Zudem seien regelmäßig Gottesdienstbesucher zur Elisabethkirche unterwegs, vorwiegend ältere Menschen, die wie Kinder unsicher und gefährdet seien.

Das alles hat Gruber Stadtverwaltung und Oberbürgermeister per E-Mail geschildert und einige Fotos angehängt. Das Anliegen lässt sich in einem Satz zusammenfassen: "Meine Familie und viele andere Eltern würden uns sehr freuen, wenn hier ein Zebrastreifen oder eine Fußgängerampel (idealerweise mit Anforderungsdrücker) geschaffen werden kann und Sie diesen Vorschlag ernsthaft prüfen."

Seit Freitag liegt die Antwort der Stadt vor. Sie ist negativ. "Ich bin natürlich nicht zufrieden", sagt Gruber. Er gebe aber die Hoffnung nicht auf. Dennoch hat sich die Stadt in dieser Angelegenheit hinter ihre Hausaufgaben geklemmt. "Wir haben die Örtlichkeit seit dem Frühjahr zu verschiedenen Zeiten besichtigt", erklärt Stadtsprecher Norbert Schmieglitz. Die Richtlinien der Straßenverkehrsordnung (StVO) sprächen aber gegen Ampel und Zebrastreifen.

Demnach seien solche Hilfen erst ab bestimmten Verkehrsaufkommen empfohlen: mindestens 300 Autos pro Stunde bei gleichzeitigem Fußgängerverkehr von 100 Personen pro Stunde oder mindestens 450 Autos und 50 Personen pro Stunde. Ab 200 Autos seien Überwege unabhängig von einer Empfehlung der StVO noch möglich. Aber: "Nach den bereits durchgeführten Verkehrszählungen unterschreitet das tatsächliche Verkehrsaufkommen sämtliche Werte deutlich", erklärt Schmieglitz. Trotzdem wolle die Stadt die Situation noch einige Zeit beobachten. Am 28. August beendet der Kindergarten seine Sommerpause. Mit Schulbeginn am 12. September geht der Vollbetrieb los. Die Tempo-30-Zone und das Schild "Kinder" bitten unabhängig davon um Vorsicht. Die Stadt will auch weiter Verkehrsüberwacher losschicken.

Das alles werde Grubers Wunsch jedoch so bald nicht in Erfüllung gehen lassen, heißt es aus dem Rathaus: "Der angesprochene Straßenbereich wird auch aus Sicht der Polizei als unauffällig angesehen."

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