30.07.2017 - 20:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Bürgerliste: Stillstand bei E-Mobilität – Stadt widerspricht Viel Energie um nichts

Bei der E-Mobilität stehen Bürgerlisten-Fraktionschef Christian Deglmann und sein Mitstreiter Rainer Sindersberger unter Strom. Die Rathaus-Verwaltung und Oberbürgermeister Kurt Seggewiß seien dagegen kaum geladen, kritisieren sie bei einem Pressegespräch mit dem "Neuen Tag". "Sie müssten für dieses Thema brennen", fordert Deglmann.

Ein E-Auto, das aber nicht vorwärts kommt. Ähnliche Probleme hat nach Ansicht von Bürgerlisten-Fraktionschef Christian Deglmann (rechts) und seinem Kollegen Rainer Sindersberger auch die Stadt bei der E-Mobilität. Rechtsdezernent Herrman Hubmann hat die Vorwürfe als falsch zurückgewiesen. Bild: Schönberger
von Volker Klitzing Kontakt Profil

Der Fraktionschef erinnert an einen Antrag, den die Bürgerliste genau vor zwei Jahren mit der CSU und den Grünen eingereicht hätte. Dabei ging es um die Forderung, kurzfristig einen verantwortlichen Ansprechpartner für die Förderung der E-Mobilität zu benennen. Der Antrag sei im Stadtrat einstimmig verabschiedet worden. Geschehen aber ist seitdem nach Meinung der Bürgerliste nichts. Jetzt befürchtet die Gruppierung, dass das von OTH-Professor Dr.-Ing. Magnus Jaeger und Dipl.Ing. Stephan Korb verfasste Gutachten zur E-Mobilität erst einmal in einer Schublade verschwinde. Rechts- und Umwelt-Dezernent Hermann Hubmann hat beide Vorwürfe entschieden zurückgewiesen. So sei die erste Behauptung schlichtweg falsch, sagte er gegenüber dem "Neuen Tag". OB Seggewiß habe die Leiterin des Umweltamtes, Gabriele Kreiner, im Juni vergangenen Jahres als Ansprechpartnerin für die Förderung der E-Mobilität eingesetzt. Und zum erst wenige Wochen alten Gutachten gebe es einen Umsetzungsbeschluss.

Bereits seit 1. Oktober sind E-Fahrzeuge auf dem Großparkplatz Naabwiesen von der Parkscheinpflicht befreit. Auf Antrag der Bürgerliste soll dies nun auch befristet bis Ende 2020 an anderen Standorten im Stadtgebiet ermöglicht werden. Dafür brauche man auch keine teuren Hinweisschilder, sagte Sindersberger. Das E auf dem Nummernschild reiche für die Befreiung. Derzeit gibt es etwa 30 Elektro-Fahrzeuge in Weiden. Bis 2020 sollen es 500 sein.

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