12.04.2018 - 10:38 Uhr
Oberpfalz

Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht besucht Zollkriminalamt Schichtbetrieb mit hoher Geheimstufe

Wer weiß schon, dass es seit 2012 in Weiden in der Moosbürger Straße einen Dienstsitz des bundesweit zuständigen Zollkriminalamts gibt. Schließlich sind dort die Türen für die Bürger fest verschlossen. Einen Spalt geöffnet haben sie sich beim Besuch des CSU-Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht. Für eine Einrichtung des öffentlichen Dienstes ist es ein ungewöhnlicher Name. Sicherheitsrisikoanalyse nennt sich die Zoll-Dienststelle mit Hauptsitz in Köln.

Werner Turek vom Zollkriminalamt in Köln (links), begrüßt mit seinen Mitarbeitern vor dem Verwaltungsgebäude der Sicherheitsrisikoanalyse Weiden den Bundestagstagsabgeordneten Albert Albert Rupprecht (Vierter von links) Mit dabei auch der Leiter Bundeskasse Ralf Goldfuß (rechts). Bild: sbü
von Siegfried BühnerProfil

Ihr Auftrag sei zwar bekannt, doch wie sie arbeitet müsse weitgehend im Verborgenen bleiben, sagte Werner Turek, Senior Executive Direktor beim Zollkriminalamt. Schließlich gehe es darum, Deutschland vor unerwünschten und gefährlichen Einfuhren aus dem Ausland zu schützen. "Unsere Parameter sollen nicht bekannt werden", sagte Turek. Er war eigens aus Köln angereist. 80 Mitarbeiter überwachen in der Sicherheitsrisikoanalyse den Warenverkehr nach Deutschland im Dreischichtbetrieb, 24 Stunden lang. "Wir analysieren alle Warenbewegungen aus Drittländern", erklärte Turek. Ziel der Arbeit sei, Wirtschafts- und Zollkriminalität zu verhindern. Dass die Arbeit "sehr IT-lastig ist" sei nicht zu verhehlen, denn im Massenwelthandel "geht ohne IT nichts". Da jedoch die Entwicklungszyklen im Welthandel immer kürzer und immer anspruchsvoller würden, müsse das Personal immer anspruchsvollere Aufgaben wahrnehmen. Deshalb werde der Personalnachwuchs nach wie vor aus den Laufbahnbereichen des öffentlichen Dienstes gewonnen und durch Zusatzqualifikationen herangebildet.

Dass regionale Netzwerke dabei wenig Hilfe bieten können, sondern "der Sachverstand aus der Organisation heraus entwickelt werden müsse", sagte Rupprecht. Er versprach Unterstützung aus der Politik. Zuvor hatte der Abgeordnete den Dienstsitz Weiden der Bundeskasse Halle besucht und war dort vom Leiter Oberregierungsrat Ralf Goldfuß begrüßt und informiert worden.

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