11.09.2017 - 20:10 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Claudia Menne vom DGB-Bundesvorstand in Weiden DGB wertet Satzungsreform aus

(pish) Vor vier Jahren hat der DGB seine Satzung geändert. Jetzt ist Claudia Menne in ganz Deutschland unterwegs und spricht mit insgesamt 38 Kreisverbänden, um herauszufinden, ob die Satzungsreform ein Erfolg ist. Am Montag war Menne zu Gast im DGB-Büro in Weiden. Zum Gespräch traf sie dort die Vorsitzenden der Kreisverbände Tirschenreuth und Regensburg, Klaus Schuster und Christian Dietl. Auch der Vorsitzende des Weidener Stadtverbands, Helmut Fiedler, sowie Peter Hofmann und Christine Weiß vom Büro Weiden waren dabei.

Claudia Menne (sitzend, Mitte) ist gekommen, um mit Christine Weiß, Helmut Fiedler, Peter Hofmann (von links), Klaus Schuster und Christian Dietl über die Arbeit des DGB in der Oberpfalz zu sprechen. Bild: Schönberger
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Bevor es ein Weißwurstfrühstück für alle gab, besprach Menne die Themen, die in dem Bericht beleuchtet werden sollen. Zunächst lobte sie die Motivation der Mitglieder in den oberpfälzischen Kreisverbänden.

Auch wies sie auf die unterschiedlichen Herausforderungen für Kreis- und Stadtverbände hin. Fiedler bestätigte, dass Stadtverbände im vergleich zu den Landregionen flächenmäßig wesentlich kompakter seien. Allerdings zahlten sich die kleineren Ortskartelle für die gesamte Gewerkschaftsbewegung durchaus aus, so Fiedler.

Ortskartelle nicht auflösen

Schuster legte zusätzlich nahe, die Ortskartelle nicht aufzulösen, da sonst viele Mitglieder wegbrechen würden: "Die Leute wollen das vor Ort haben, nicht in den Kreisstädten." Vor allem die Aktionen der Mitglieder am 1. Mai, am Weltfriedenstag oder am Weltfrauentag seien wichtig für die Bewegung, bestätigte Menne. "Es ist aber wichtig, dass wir nicht nur feste Themen abarbeiten", ergänzte Dietl und betonte, dass man versuchen müsse, "Tradition und Flexibilität unter einen Hut zu bringen". In dem Bericht solle auch evaluiert werden, für welche Aufgaben der DGB zuständig ist, so Menne. Wo finde der DGB seinen Platz in der gewerkschaftlichen Bewegung, ohne eine politische Ersatzorganisation zu werden, konkretisierte Dietl die Fragestellung. Menne bezeichnete viele Aufgaben als "Spagat" für den DGB.

Kontakt zu Mandatsträger

Die Bündnisaktivitäten des DGB werden ebenfalls Gegenstand des Berichts sein. Dietl berichtete, man habe Kontakt zu regionalen Mandatsträgern, um diesen das Feedback der Arbeiterschaft übermitteln zu können. "Man unterstützt zwar gern, aber man tritt nicht bei", ergänzte Schuster zum Thema Bündnisse. Er betonte, dass genau ausgewählt würde, wobei der DGB mitmache. Auch die Koordinierung verschiedener Gewerkschaften falle in das Aufgabengebiet des DGB.

Zum Abschluss berichtete Fiedler über seine Arbeit mit den grenzüberschreitende Aufgaben des DGB. Momentan arbeiten er und viele Ehrenamtliche zum Beispiel an der Ermöglichung und Vereinfachung grenzüberschreitender Ausbildung. "Es gibt noch viel Arbeit", sagt er mit einem Lächeln.

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