15.11.2017 - 20:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Cornelia Taubmann will berufsmäßige Stadträtin werden Kämmerin steht zur Wahl

Ihr Ziel, berufsmäßige Stadträtin zu werden, ist nicht neu. Spätestens im Herbst 2011 hatte Cornelia Taubmann diesen auch in der Öffentlichkeit geäußert. Geklappt hat's bisher nicht. In der Stadtratssitzung am kommenden Montag könnte sich dies noch ändern.

Kämmerin Cornelia Taubmann steht am Montag im Stadtrat zur Wahl als berufsmäßige Stadträtin. Bild: gsb
von Volker Klitzing Kontakt Profil

Seit dem Frühjahr 2010 ist Taubmann als Kämmerin und Dezernentin für die Finanzen der Stadt zuständig. Regulär würde die 63-Jährige im Sommer 2020 ausscheiden und in Pension gehen. Aber als berufsmäßige Stadträtin, deren Amtszeit zum 1. Januar 2018 beginnen würde, könnte sie noch vier Jahre länger arbeiten. Ihr sehnlicher Wunsch, wie sie dem "Neuen Tag" gegenüber erklärte. Am Montag steht die Wahl der Dezernentin für Finanzen und Wirtschaft zur berufsmäßigen Stadträtin auf der Tagesordnung. Mit Schreiben vom 1. Mai hatte Taubmann ihr Interesse bekundet, der Personalausschuss hatte am 12. Juli eine entsprechende Stellenumwandlung empfohlen.

Cornelia Taubmann würde weiterhin in der Besoldungsgruppe A 16 eingestuft, da dies ihre erste und auch einzige Amtszeit wäre. Dauer: sechs Jahre. Im Sachstandsbericht der Verwaltung wird hervorgehoben, dass sich die Kämmerin nicht nur in ihrem ureigenen Aufgabengebiet, sondern auch bei wichtigen Projekten hervorragend bewährt habe. Eine Verlängerung ihrer Lebensarbeitszeit durch die Wahl zur berufsmäßigen Stadträtin sei deshalb im besonderen Interesse der Stadt.

Berufsmäßige Stadträte sind ein bayerischer Sonderfall. Sie sind Teil der Verwaltung und Berater des Stadtrats, besitzen selbst Antragsrecht, aber kein Stimmrecht. Sie sollen selbst initiativen entwickeln, handeln also auch politisch. Sie werden vom Stadtrat auf sechs Jahre gewählt. Eine Wiederwahl ist möglich.

Die gebürtige Kulmbacherin war vor ihrer Weidener Zeit als Dozentin an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege in Hof. Davor führte die Diplomverwaltungswirtin die Kommunalaufsicht beim Landratsamt Kulmbach. Doch Taubmann war auch politisch aktiv. In ihrer Heimat war sie SPD-Fraktionschefin in Stadt und Kreis, außerdem stellvertretende Landrätin und zudem stellvertretende SPD-Bezirkschefin in Oberfranken. Sie weiß also, wie in der Kommunalpolitik "der Hase läuft". (Angemerkt)

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp