CSU-Bundestagsabgeordnete sehen ihre Partei auf dem richtigen Weg
Keine Neuausrichtung

Politik
Weiden in der Oberpfalz
16.10.2017
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Weiden/Amberg. Die Wahlergebnisse in Österreich und Niedersachsen werfen die Frage auf, ob sich die CSU neu ausrichten muss. Die CSU-Bundestagsabgeordneten aus der Oberpfalz sehen das nicht so. "Die CSU muss nicht weiter nach rechts rücken", sagt Albert Rupprecht. Die CSU sei immer eine Volkspartei gewesen, die liberale, bürgerliche, konservative, christliche und rechte Werte vertritt. Ihre Zielgruppe seien schon immer Menschen, denen diese Werte wichtig sind.

Die Aufgabe laute nun, diese Wähler zurück zu gewinnen. "Wir müssen zeitgemäße Inhalte anbieten und wieder Vertrauen gewinnen", betont Rupprecht. Ein solches Thema sei die Flüchtlingspolitik. Die Menschen müssten der CSU vor allem dahingehend vertrauen, dass die Partei auch umsetzt, was sie verspricht.

"Das hat Kurz in Österreich gemacht", betont Rupprecht. "Er hat gesagt 'Ich schließ die Grenzen'. Die Leute haben gesehen: Er macht was er sagt." Die CSU habe zwar eine Obergrenze angekündigt, sie in der vergangenen Legislaturperiode aber nicht umgesetzt. "Und Herr Kurz hat keine andere Position wie wir, aber er hat bewiesen, dass er etwas macht." Karl Holmeier sieht das ähnlich: "Die CSU muss an ihrer Position nichts verändern." Die Partei müsse aus den Ergebnissen in Österreich und Niedersachsen keine Konsequenzen ziehen. Die ÖVP habe den Wahlkampf in Österreich mit Themen betrieben, die "die Menschen bewegen". Das habe die CSU mit der Debatte um eine Obergrenze ebenso.

"Man kann aus den Ergebnissen aus Österreich und Niedersachsen nicht sehr viel ableiten", betont Bundestagsabgeordneter Alois Karl. "Das waren sehr individuelle Wahlen." So habe bei der ÖVP auch der "Hype um etwas Neues, einen jungen Kandidaten" eine Rolle gespielt.
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