31.01.2017 - 20:10 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

"Demokratie leben": Neue Projekte bewilligt Mit Seifenkisten gegen Diskriminierung

Der Kampf gegen Diskriminierung kann ernst sein. Und er kann Spaß machen. Entsprechend groß ist die Bandbreite an Projekten, die als Teil des Bundesprogramms "Demokratie leben" anstehen: Eine Ausstellung über den FC Bayern und die Nazi-Zeit ist dabei, ebenso wie ein Seifenkistenrennen.

Sechs neue Projekte, die das Bundesprogramm "Demokratie leben" fördert, bewilligten die Mitglieder des lokalen Begleitausschusses. Darunter ist auch eine Ausstellung über den FC Bayern und die NS-Zeit. Bild: hfz
von Redaktion OnetzProfil

Das Geld dafür kommt aus dem Bundesprogramm des Familienministeriums. Mit "Demokratie leben" unterstützt es die Stadt bei ihrer Arbeit gegen Diskriminierung - Vorschläge für Projekte zu diesem und ähnlichen Zwecken können zum Beispiel Vereine, Organisationen, aber auch Einzelpersonen einreichen. Über die Mittelvergabe entscheidet der Begleitausschuss der "Partnerschaft für Demokratie", besetzt mit Vertretern der Stadtverwaltung, der Stadtratsparteien, Lehrkräften und Vereinsvertretern. Bei seiner ersten Sitzung des Jahres beschied der Ausschuss sechs Projekte positiv. Dazu zählen unter anderem zwei große Ausstellungsprojekte.

So holt der Förderverein des Keplergymnasiums die Ausstellung "Mensch, du hast Recht(e)" vom 9. bis 31. Mai ins Foyer des Neuen Rathauses. Dahinter verbirgt sich ein "Mobiles Lernlabor" zur Demokratiebildung der Bildungsstätte Anne Frank. Der Stadtjugendring (SJR) wird zudem die Ausstellung "Verehrt - verfolgt - vergessen. Die Opfer des Nationalsozialismus beim FC Bayern München" vom 19. April bis 1. Mai ins Hans-Bauer-Kulturzentrum bringen. Zu beiden Ausstellungen soll es ein umfangreiches Rahmenprogramm geben.

Der SJR organisiert außerdem für den 23. Juli ein Seifenkistenrennen. Als Kooperationsprojekt soll es auf die Werte der Weidener Demokratieerklärung und das Aktionsbündnis "Weiden ist bunt" aufmerksam machen. Eingeladen werden vor allem Schulen und Vereine. Damit soll eine Tradition wiederbelebt werden, welche in den 50er Jahren Stadtgespräch war und noch heute manche Gemüter nicht nur von Großvätern erhitzt. "Arbeit und Leben Bayern", die lokale Koordinierungs- und Fachstelle des Programms, bereitet außerdem ein Presseseminar für Ehrenamtliche in den Weidener Vereinen vor.

Übrigens: Die Mittel für "Demokratie leben" sind deutlich erhöht worden. Deshalb können noch weitere Projekte gefördert werden. Antragsschluss für die nächste Vergaberunde ist 10. März. Die bewilligten Projekte können dann am 3. April starten. Infos und Beratung zu Anträgen: Susanne Reinhardt, Stadt Weiden (susanne.reinhardt[at]weiden[dot]de, 0961/81-3004), oder bei Herbert Schmid, Arbeit und Leben Bayern gGmbH (0961-634577-05, schmid[at]bayern.arbeitundleben[dot]de).

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.