Der eigentliche Skandal um den Diesel
Nicht Steuerzahler in der Haftung, sondern die Autokonzerne

Politik
Weiden in der Oberpfalz
22.02.2018
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Unabhängig davon, ob Kommunen Fahrverbote für "dreckige" Diesel verhängen müssen, und letztendlich Brüssel mitredet, weil EU-Recht über nationalem Recht steht: Es ist die Autoindustrie, die Millionen Käufer von Dieselfahrzeugen täuschte und nun in Bedrängnis bringt. Denn die ihrer Effizienz wegen gerühmten Selbstzünder erbringen zwar im Labor die geforderten Abgaswerte, nicht jedoch auf der Straße. Ein bloßes Software-Update reicht meist nicht aus.

Die Euro-5-Diesel stehen wie Blei auf dem Hof der Händler. Doch statt die Fahrzeuge technisch nachzurüsten, verkaufen die sogenannten Premium-Hersteller mit üppigen Wechselprämien lieber neue Autos. Die Konzerne freuen sich heute über Rekord-Umsätze - auch deshalb, weil sie die Diesel-Fahrer vorher ausgetrickst haben. Es kann und darf in einem demokratischen Rechtsstaat nicht sein, dass der Betrogene mit empfindlichem Wertverlust seiner geschönten und aufgehübschten Ware büßt, während der Täter sich in satten Gewinnen sonnt. Dies ist der eigentliche Skandal um den Diesel.

Sicherlich befeuerten die getürkten Abgaswerte die öffentliche Diskussion um die gesundheitsschädlichen Stickoxide. Der Steuerzahler darf dafür jedoch nicht in Haftung genommen werden. Die Rechnung soll gefälligst die Autoindustrie als Verursacher tragen.
2 Kommentare
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Franz Wölfl aus Mitterteich | 23.02.2018 | 08:47  
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A. Schmigoner aus Schmidgaden | 23.02.2018 | 22:33  
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