11.07.2017 - 20:10 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Der Stadtteil Scheibe hat ein Defizit Kindergarten sucht Spielplatz

Scheibe. In diesem Stadtteil gibt es viel Kultur. Aber ein Spielplatz für Kinder fehlt. Eigentlich gibt es ja doch einen, sogar einen wunderschönen. Doch der, hinter dem BRK-Haus gelegen, fristet ein trauriges Dasein. Vielleicht schafft es ein Kindergarten, ihn wieder zum Leben zu erwecken.

Bei Benutzung droht Verletzungsgefahr. Der Spielplatz hinter dem BRK-Haus soll für einen Kindergarten und die Allgemeinheit wieder hergerichtet werden. Die Kosten liegen bei 41 000 Euro. Bild: Wilck
von Volker Klitzing Kontakt Profil

Im September soll für zwei Jahre im ehemaligen Schwesternwohnheim des Klinikums ein provisorischer Kindergarten seine Türen öffnen. Voraussichtlich Ende 2019 ist dort allerdings wieder Schluss, weil das Gebäude der Kliniken Nordoberpfalz AG dann anders genutzt werden soll. Wie steht jedoch offiziell noch nicht fest. Und es gibt noch einen zweiten Haken. Platz für die immerhin 50 erwarteten Kinder ist im Gebäude zwar genug, was allerdings fehlt, ist ein passendes Außengelände. Es ist so klein, dass ein Spielen draußen nicht möglich ist.

Auf der Suche nach Alternativen hat die Verwaltung festgestellt, dass es im Stadtteil Scheibe keinen nutzbaren öffentlichen Spielplatz gibt. Eine Möglichkeit aber, und die ist nur ein paar Gehminuten entfernt, gibt es. So hat die Johanniter-Unfall-Hilfe, die den Kindergarten im früheren Schwesternwohnheim betreiben wird, angefragt, ob die sich in der Nähe befindliche Familienfreizeitanlage nutzbar gemacht werden kann. Derzeit ist die Anlage, die sich hinter dem BRK-Haus befindet, in einem desolaten Zustand mit hoher Unfallgefahr. Im Sachstandsbericht der Verwaltung werden die Spielgeräte als "nicht mehr ohne Risiko nutzbar" eingestuft.

Nach Gesprächen mit dem Eigentümer des Geländes, dem Kinderspielplatzverein Naabwiesen, würde dieser den Platz der Stadt kostenfrei überlassen. Und das auch auf langjährige Sicht. Bedingung allerdings ist, dass die Stadt den Spielplatz erneuert und die Verkehrssicherungspflicht erfüllt. Die Verwaltung bezeichnet den Standort sowohl für den Kindergarten als auch für die Familien im Stadtteil als hervorragend geeignet. Öffentlich nutzbare Freiflächen, die zur Freizeitgestaltung und zur Kommunikation genutzt werden können, gehören zu einer familienfreundlichen Stadt. Ferner wird darauf hingewiesen, dass ein ansprechender Spielplatz zum Kennenlernen und damit zur Integration beitrage. Gerade für Familien, die zugezogen sind und noch wenig sozialen Kontakt haben, und für Familien mit Migrationshintergrund.

Die Stadtgärtnerei hat inzwischen nach einer Ortsbegehung eine Kostenschätzung vorgenommen. Abbau der kaputten Spielgeräte, der Aufbau neuer und eine Geländemodellierung werden auf knapp 41 000 Euro geschätzt. Ob diese Mittel bereitgestellt werden, entscheidet am kommenden Dienstag, den 18. Juli, der Finanzausschuss.

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