DGB fordert radikalen Kurswechsel in der Rentenpolitik
Bettelarm im Alter

Rentenberater Peter Hofmann (rechts) und Josef Bock vom DGB-Stadtverband Weiden (Dritter von rechts) informierten über die Entwicklung bei der Rente: Eine Reform mit radikalem Kurswechsel sei überfällig. Bild: gsb

"Auf die Rente" freut sich längst keiner mehr. Zu stark sind die Einschnitte, zu groß ist die Angst, dass es dann, wenn man den Lebensabend genießen will, das Geld nicht mehr reicht, meinen die Gewerkschafter. Beim Deutschlandtag für die Rente verdeutlichte der DGB mit 70 Großaktionen in Bayern, davon sieben in der Oberpfalz und einer in Weiden deshalb, dass der schnelle, radikale Kurswechsel in der deutschen Rentenpolitik nötig ist.

Peter Hofmann, Rentenberater der Deutschen Rentenversicherung, bereitet jährlich viele Arbeitnehmer auf den "neuen Lebensabschnitt" vor. "Früher war die erste Frage, was bekomme ich. Heute ist die erste Frage, wie viel darf ich dazuverdienen. Jedem ist klar, dass die gesetzliche Rente nicht reichen wird."

Die weitere Senkung des Rentenniveaus sei unverantwortlich, betont auch Josef Bock, stellvertretender Weidener Stadtverbandsvorsitzender des DGB-Kreises Weiden: "Schon heute müssen 70-Jährige ihre Herztropfen nehmen und sich in ihre Nebenjobs schleppen." Der Warenkorb, den sich die Menschen leisten könnten, werde mit dem Renteneintritt immer kleiner. "Die Leute müssen nicht nur kleinere Brötchen backen. Sie werden wirklich bettelarm. Ein Monat hat immer noch 30 Tage, aber ab Monatsmitte ist kein Geld mehr da. Da muss endlich die Politik ran."
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