29.06.2017 - 19:12 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Energietechnologisches Zentrum (ETZ) Nordoberpfalz "Kind der Stadt Weiden" Neue Aufgaben für Träger der Energiewende

Die Kofinanzierung durch die Landkreise Neustadt und Tirschenreuth bleibt gesichert. Und auch die Stadt Weiden, die sogar mit den Stadtwerken Mitgesellschafter des Energietechnologischen Zentrum (ETZ) Nordoberpfalz ist, will die Einrichtung nicht nur über das Jahr 2019 hinaus erhalten, sondern sogar mit weiteren Aufgaben betrauen. So deutete Oberbürgermeister Kurt Seggewiß in der Stadtratssitzung an, dass das bisherige Energiecontracting der städtischen Immobilien von Stadtwerken und Berliner Partner auslaufe. Hier könne sich das ETZ einbringen.

Nach den Landkreisen Neustadt und Tirschenreuth spricht sich auch die Stadt Weiden dafür aus, dass das ETZ weitermacht - zur Freunde von Matthias Rösch. Bild: Hartl
von Josef-Johann Wieder Kontakt Profil

Der Rat von ETZ-Geschäftsführer sei auch gefordert, wenn die Stadt eine gemeinsame Energieversorgung der Einrichtungen in den Naabwiesen (Rathaus, Realschulen, Elly-Heuss-Gymnasium, Max-Reger-Halle usw.) prüfe. Jüngste Aufgabe sei die Erstellung des E-Mobilitätskonzepts Nordoberpfalz.

Die Idee des ETZ sei in der Hochphase der Energiewende geboren worden, sagte SPD-Fraktionschef Roland Richter. "Wir wollten eine große Lösung und eine große Förderung nach dem Vorbild Nürnberg." Inzwischen seien die beiden Landkreise und viele Kommunen mit ins Boot gekommen. "Wir betrachten das ETZ als unser Kind. Es ist Dienstleister für die Region geworden." Die Rahmenbedingungen für den "Treiber der Energiewende" hätten sich verändert. Es sei wichtig, dass das ETZ eigenständig bleibe. "Wir sind am Fortbestand sehr interessiert." Wolfgang Pausch, Vorsitzender der CSU-Fraktion, betonte, das ETZ habe seit 2009 eine Erfolgsgeschichte geschrieben. "Wir sind froh, dass wir die Ko-Finanzierung durch die Landkreise haben." Karl Bärnklau (Grüne) würdigte die Rolle des ETZ, das längst in die Region hineinwirke. Als "Alleinstellungsmerkmal der Region" würdigte Christian Deglmann, Fraktionschef der Bürgerliste, die Rolle des ETZ. Das E-Mobilitätskonzept sei eine Herausforderung. "Die 160 Seiten haben es in sich. Wir müssen Gas geben." Man könne eine engere Zusammenarbeit mit der VHS "inszenieren".

Die fünfjährige geförderte Gründungsphase des ETZ ende 2017. "Wir würden gerne weitermachen", betont Rösch. "Unser großes Ziel ist die schwarze Null." Der Zuschussbedarf habe sich kontinuierlich verringert. Rösch beschrieb das inzwischen umfangreiche Angebot an kostenloser Erstberatung für Bürger, Gemeinden und Betriebe sowie "honorarbasierter Tätigkeit", wie etwa das Energie-Coaching für Kommunen. Das ETZ sei als "Gestalter der Energiewende" ausgezeichnet worden, betonte Rösch nicht ohne Stolz.

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