07.12.2017 - 19:52 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Entscheidende Wochen für die Seltmann-Villa Ortstermin soll helfen

Wie geht's weiter mit der Seltmann-Villa? Ralf Schneeberger aus Windischeschenbach will die Gebäude, den Park und die Mauer sanieren, braucht aber die Unterstützung der Stadt. Im Bauausschuss am Donnerstag zeigen sich die Stadträte eher von der skeptischen Seite. Als nächstes ist eine Ortsbesichtigung vorgesehen.

von Volker Klitzing Kontakt Profil

Schneeberger, Geschäftsführer der R&S Versorgungs GmbH, und der Oberviechtacher Architekt Christian Schönberger verweisen darauf, dass die 5,2-Millionen-Euro-Idee nur dann finanzierbar sei, wenn die Stadt die Hälfte des Parks saniere.

Dieser Teil an dem 7500 Quadratmeter großen Areal könne dann auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Bei den Kosten, die an der Stadt hängen bleiben, werden unterschiedliche Summen genannt. Sie reichen von 450 000 bis 860 000 Euro. Dazu käme aber noch die Pflege, die mit 30 000 Euro zu Buche schlägt, 25 Jahre lang. Hier setzen vor allem die CSU-Vertreter mit ihrer Kritik an. Hans Sperrer, Markus Bäumler und Alois Lukas sind der Meinung, dass diese Ausgaben keinem Bürger zu vermitteln seien.

Da gebe es dringendere Probleme wie die Sanierung etlicher Schulen. Zudem sei in den vergangenen Jahren im Zuge der Haushaltskonsolidierung in den Stadtteilen viel Begleitgrün abgeholzt worden. Sperrer warnte zudem vor der ungewissen Sicherheitslage bei einem Park mit Mauer. Hierzu meinte Baudezernent Oliver Seidel, die Öffnung des Parks könne auf tagsüber begrenzt werden.

SPD will mitgehen

Für die SPD teilte Josef Gebhardt mit, man wolle den Weg mitgehen, brauche aber noch detailliertere Informationen und Pläne. Aus diesem Grund war der Tagesordnungspunkt schon bei der letzten Stadtratssitzung vertagt worden. Alle Unterlagen sollen nun bis Anfang Februar vorliegen. Dann ist auch eine Ortsbesichtigung geplant.

Großer Teppich ausgerollt

Zur Reduzierung des Straßenbegleitgrüns merkte Stadtkämmerin Cornelia Taubmann an, dass diese Maßnahmen als Zeichen zur Konsolidierung der Stadt bisher 22 Millionen Euro an Stabilisierungshilfen des Staates gebracht hätten. Und bei der Förderung der Park-Sanierung über Städtebaufördermittel rolle die Regierung der Stadt den großen Teppich aus, betonte Taubmann. Hier, bei dieser typischen Fabrikanten-Villa, an deren Erhalt der Denkmalschutz ein großes Interesse hätte, dürfe man nicht nur die finanzielle Seite sehen.

Dies sieht auch Architekt Christian Schönberger so, der das Projekt seit über drei Jahren betreut. Er hat auch eine besondere Beziehung zur Villa. In seiner Schülerzeit war er dort Ferien-Jobber.

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