28.02.2018 - 20:24 Uhr
Weiden in der Oberpfalz

Essener Tafel liefert trauriges Beispiel Moralische Überheblichkeit völlig fehl am Platz

Schlagwörter wie "Ausländerhass" und "Nazis" sind schnell zur Hand. Was in aller Welt soll daran rassistisch sein, wenn die Essener Tafel ihre Stammklientel mit Alleinerziehenden und verarmten Senioren zuvorderst bedient? Diese Menschen wurden durch kernig auftretende junge Männer mit Migrationshintergrund verdrängt. Der angebliche Skandal um die Essener Tafel liefert ein trauriges Beispiel dafür, wie die Folgen der von "oben" verordneten Flüchtlings- und Einwanderungspolitik in Deutschland das soziale Miteinander "unten" überdehnen und die Kraft der ehrenamtlichen Helfer überfordern.

von Clemens Fütterer Kontakt Profil

Wohlfeile Ratschläge auf dem Podest einer bemerkenswerten moralischen Überheblichkeit helfen jenen Menschen nicht weiter, die tagtäglich mit der Wirklichkeit konfrontiert sind. Von der Politik allein gelassen fühlt sich auch in den Krankenhäusern das (weibliche) Pflegepersonal, das täglich frauenfeindlichen und sexistischen Attacken ausgesetzt ist; an die Grenzen ihrer persönlichen Leidensfähigkeit stoßen die Lehrer in vielen Schulen oder in den Ausländerbehörden jene Beamte, die Frust und Wut ungefiltert abbekommen. Diese Menschen tragen die konkrete und reale Last, wenn abstrakt von den Herausforderungen der Integration gesprochen wird.

In den Kommunen mehren sich die Hilferufe. Probleme in der Flüchtlingspolitik lassen sich nicht mit dem Bedienen von Klischees ("Nazis") lösen. Die vermehrten Angriffe deutscher Staatsbürger auf Einsatzkräfte oder die verrohte, hasserfüllte Sprache im Internet zeigen, dass diese Misere keinesfalls die Wesensart irgendeiner Religion oder Abstammung ist.

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