05.04.2018 - 22:08 Uhr
Oberpfalz

Facebook und das Internet der Dinge Ahnungslosigkeit der Nutzer

Gewinn-Optimierung ist das eine, der vorsätzliche Missbrauch von persönlichen Daten das andere. Wie eine weltweit ihr Unwesen treibende Daten-Krake saugt das Netzwerk Facebook seine "Freunde" aus, um dann die gewonnenen Einblicke zu verkaufen: wie an die Firma für politisches Marketing namens Cambridge Analytica. Psychometrik heißt dieser Daten-getriebene Nebenzweig der Psychologie. Das "Auslesen" ist heute wissenschaftlich ausgereift; die psychometrische Methodik ermöglicht es, Menschen anhand ihres Verhaltens auf Facebook genau zu analysieren.

von Clemens Fütterer Kontakt Profil
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Dadurch lassen sich Wahlen ebenso beeinflussen wie komplexe gesellschaftliche Entscheidungen. Arrogant reagiert Facebook-Chef Zuckerberg bisher auf die Kritik der Politiker. Einzeln richten die Länder gegen den global agierenden Konzern gar nichts aus. Um nicht am Daten-"Nasenring" durch die Welt gezogen zu werden, bräuchte es entschlossenes - gemeinsames - Handeln.

Denn der Facebook-Skandal mutet wie ein "Kindergeburtstag" an im Vergleich zum "Internet der Dinge". Millionen Deutsche nutzen bereits digitale Sprachassistenten. "Alexa" etwa sammelt bei der Vernetzung der intelligenten Geräte im Haus eifrig die Daten gleich im Gigabyte-Bereich . "Alexa" versendet sie dann (nach Relevanz?) verschlüsselt auf die Server von Amazon: außer Reichweite vom strengen deutschen Datenschutz - und bei völliger Ahnungslosigkeit der Nutzer, wie ihre Daten verwendet werden.

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