22.11.2017 - 18:42 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Feinstaub: von 15 auf 12 Mikrogramm gesunken – Belastung trotzdem ernst nehmen Einzelne Tage über Grenzwert

Im Januar hat die SPD-Fraktion erstmals das Thema diskutiert. Da war angesichts des trockenen Winters immer wieder von überdurchschnittlicher Feinstaubbelastung die Rede. Ein Problem vorwiegend in den Großstädten. Doch die Genossen wollten auch wissen, wie sich die Lage in Weiden darstellt. Dann vergingen allerdings noch einige Monate, bis am 5. Juli ein entsprechender Antrag gestellt wurde, zu einem Zeitpunkt, als Feinstaub kein Thema mehr war. Aus Zeitgründen musste die Problematik mehrfach vertagt werden. An diesem Montag war es schließlich so weit, dass Rechts- und Umweltdezernent Hermann Hubmann Stellung nehmen konnte. Zu einer Zeit, in der Feinstaub wieder ein Thema ist.

In der Sedanstraße gibt es ein neues Feinstaubmessgerät. Werte liefert es allerdings noch nicht. Bild: Meister
von Volker Klitzing Kontakt Profil

Hubmann berichtete, dass an der Messstation des Bayerischen Landesamtes für Umwelt in der Nikolaistraße seit Oktober Feinstaub in der Partikelgröße PM-2,5 gemessen werde. Der festgelegte Grenzwert von 25 Mikrogramm pro Kubikmeter wird im Jahresdurchschnitt nicht erreicht. Seit 2013 ist die Belastung Jahr für Jahr um ein Mikrogramm von 15 auf 12 gesunken. Allerdings geht Hubmann davon aus, dass der Grenzwert von 25 Mikrogramm trotzdem an einzelnen Tagen überschritten wird. Diese Belastung wird jedoch nicht speziell festgehalten.

SPD-Fraktionschef Roland Richter forderte dazu auf, das Thema ernst zu nehmen. "Unabhängig von der Menge wird Feinstaub eingeatmet." Gisela Helgath (Grüne) verwies auf eine weitere neue Messstation in der Sedanstraße. Diese liefert aber noch keine Messwerte. Rainer Sindersberger (Bürgerliste) betonte die Verantwortung jedes Einzelnen, seinen Beitrag zu leisten. Auch der Stadtrat sei gefordert. Sindersberger verwies auf drei Linien des ÖPNV, die nicht besonders ausgelastet seien. Hier könnten drei kleine E-Busse eingesetzt werden.

Die Förderung der E-Mobilität gehört auch zu den Maßnahmen, die von der Verwaltung vorgeschlagen werden, um die Feinstaub-Belastung weiter zu vermindern. Ferner werden die Verlagerung von Teilen des innerstädtischen Verkehrs auf das Tangentenviereck und die Inbetriebnahme moderner Heizsysteme genannt. Grüngürtel zur Verbesserung der lufthygienischen Situation im Rahmen der Bauleitplanung sollen konsequent erhalten und ausgeweitet werden. Dazu zählen die Frischluftschneisen über den Hauptvorfluter Waldnaab und die Seitenbäche wie Stadtmühlbach, Weidingbach, Sauerbach, Schweinenaab, Orthegelmühlbach, Rehmühlbach und Krebsbach.

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